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20.07.2018 - DEUTSCHE GESCHICHTE

"Wie Siegfried unter dem hinterlistigen Speerwurf"

Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Entstehung der "Dolchstoßlegende"

„Alles ist verloren“, riefen die Infanteristen des Feldartillerieregiments 58 südlich des Somme-Kanals bei Amiens, als sie am Abend des 8. August 1918, kurz vor 7 Uhr, auf der Flucht vor der überraschenden britischen Offensive die Artilleriestellungen hinter der Frontlinie erreichten. Kurz darauf befanden sich die deutschen Batterien im Feuergefecht mit den vorstoßenden britischen Tanks. „Nach kurzer Zeit erlahmte ihr Widerstand“, schreibt der Potsdamer Militärhistoriker Gerhard P. Groß in seiner Rekonstruktion des Geschehens in diesen letzten Monaten des Ersten Weltkriegs, „die Munition war verschossen, die Geschütze vernichtet.“ Als die Nachricht im deutschen Hauptquartier im belgischen Spa bekannt wurde, bezeichnete Generalquartiermeister Erich von Ludendorff gegenüber Stabschef Albrecht von Thaer den 8. August als den „dies ater“, den „schwarzen Tag in Deutschlands Geschichte“. > mehr

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16.07.2018 - REISEN

Bitte keine unfreundlichen Bemerkungen über den Hund!

Sind wir wirklich so, wir Deutschen?

Mit dem Reiseboom in den letzten Jahrzehnten hat sich auf dem Büchermarkt eine eigene kleine Literaturgattung herausgebildet, die dem Reisenden helfen will, sich bereits im Vorhinein in eine fremde Kultur einzufühlen. In der Reihe „Die Fremdenversteher“ des „Reise Know-how Verlags“ ist jetzt ein Band über uns selbst erschienen: „So sind sie, die Deutschen“. „Traditionell“, so eröffnen die Verfasser Stefan Zeidenitz und Ben Barkow ihr Büchlein, „gelten die Deutschen als eine Nation von Robotern mit quadratischen Schädeln und ebensolchen Unterkiefern, deren Sprache wie etwas aus einem verstopften Abflussrohr klingt, deren Autos mit eingebauter Überholspurreservierung allen anderen davonfahren und deren Fußballmannschaft selten verliert. Sie wirken unangreifbar.“ > mehr


11.07.2018 - DEUTSCHE LITERATUR

"In einer sprache, deren die unheilige menge sich nie bedienen wuerde"

Vor 150 Jahren wurde Stefan George geboren

Eigentlich, meinte der französische Dichter Stéphane Mallarmé 1862 in seinem Aufsatz „Ketzereien, die Kunst betreffend“, sei es doch höchst ungehörig, dass Baudelaires Gedichte „Die Blumen des Bösen“ in derselben Schrifttype gedruckt würden wie ein beliebiger Zeitungsartikel. Mallarmé bedauerte sogar, dass sich die Poesie mit dem Alltag ein und dasselbe „Material“ teilen müsse, eben die Sprache. Der junge Stefan George übertrug den Ästhetizismus der französischen Symbolisten nach Deutschland. „Jeden wahren künstler“, formulierte er 1892 in einer „Lobrede auf Mallarmé“ sein Credo, „hat einmal die sehnsucht befallen in einer sprache sich auszudrücken deren die unheilige menge sich nie bedienen würde oder seine worte so zu stellen dass nur der eingeweihte ihre hehre bestimmung erkenne.“ > mehr


03.07.2018 - LITERATURGESCHICHTE

Faust: Ein Schwarzkünstler, der zum Inbegriff des deutschen Charakters wurde ...

... und zum Symbol der Moderne

„Wer weiß“, stöhnte der Literaturwissenschaftler August Wilhelm von Schlegel im Wintersemester 1803/04 vor seinen Studenten, „wieviele ‚Fäuste‘ oder ‚Fäustchen‘ noch von jungen Skribenten unterwegs sind.“ Das Erscheinen von Goethes „Faust. Ein Fragment“, 1790, hatte in Deutschland eine nationale Begeisterung hervorgerufen. August Wilhelms Bruder Friedrich erklärte die Figur des „Doktor Faust“ gar zu „unserer mythologischen Hauptperson“. Doch da Goethe eben nur ein Fragment vorgelegt hatte, wurde es Mode, berichtet der Marburger Germanist Manuel Bauer in seiner neu erschienen Studie zur Geschichte des Stoffes, dass sich hoffnungsvolle junge Schriftsteller an einer Fortsetzung versuchten. Oder gleich an einem neuen, ganz anderen „Faust“. > mehr


29.06.2018 - DEUTSCHE LITERATUR

Vom Hildebrandslied bis zu "Kir Royal"

Eine "Bayerische Literaturgeschichte" - oder Literaturgeschichte in Bayern

Als Thomas Mann, fernab der Heimatstadt Lübeck, in München an seinen „Buddenbrooks“ schrieb und gerade bei Tony Buddenbrooks verunglückter Ehe mit dem Hopfenhändler Alois Permaneder angekommen war, fragte er eines schönen Nachmittags seinen jüngeren Bruder Viktor, wie wohl ein echter Münchner verärgert sagen würde, wenn seine Frau ihn bei einer Schäkerei mit dem drallen Dienstmädchen erwischt hätte und daraufhin abends nicht ins Schlafzimmer lassen wollte. Viktor, der in München aufgewachsen war und sich in der bayerischen Sprachwelt auskannte, antwortete spontan: „Geh zum Deifi, Sauluada, dreckats!“ Thomas ließ sich die Worte buchstabieren und übernahm sie in den Roman. Ein bairischer Kraftausdruck, der in die Weltliteratur einging. > mehr


24.06.2018 - POLITISCHE THEORIE

Schwierigkeiten mit der "Massendemokratie"

Diskussionen um einen modernisierungsbereiten Liberalismus in der Weimarer Republik

Die beiden „liberalen“ Parteien in der Weimarer Republik, DDP und DVP, erreichten 1919/1920 zusammen etwa 22 Prozent der Stimmen, bis 1933 schmolz ihr Anteil auf gerade mal zwei Prozent zusammen. Da kommt zwangsläufig die Frage auf, ob die Krise der ersten deutschen Demokratie nicht vor allem eine Krise des deutschen Liberalismus war. Bezieht man die vorangegangenen Jahrzehnte des Kaiserreichs mit ein, ist der Niedergang noch auffälliger: Bei den Wahlen 1871 hatten liberale Parteien insgesamt über 46 Prozent der Stimmen erhalten. Das „Sündenregister“, das dem deutschen Liberalismus vorgehalten wird, ist lang, schreibt der Politikwissenschaftler Jens Hacke von der Berliner Humboldt-Universität in seinem neuen Buch über die „Existenzkrise der Demokratie“ in der Zwischenkriegszeit > mehr


18.06.2018 - MUSIKTHEATER

Erlösung durch einen Ritter, der Wagnerianer ist

Vor 150 Jahren wurden Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" uraufgeführt

„Das ist keine Musik!“, erregt sich Edmund Pfühl, der Organist von Sankt Marien und Klavierlehrer des kleinen Hanno Buddenbrook in Thomas Manns großem Familienroman, nachdem Mutter Gerda ihm einen Klavierauszug von Wagners „Tristan und Isolde“ aufs Pult gelegt hat. „Dies ist das Chaos! Dies ist Demagogie, Blasphemie und Wahnwitz! Dies ist ein parfümierter Qualm, in dem es blitzt! Dies ist das Ende aller Moral in der Kunst!“ Wirklich nachhaltig ist Pfühls Widerstand gegen Wagners Musik allerdings nicht. Am Klavier gleitet Pfühl von Haydn, Mozart und Beethoven über ein freies Zwischenspiel beinahe wider Willen in einen „sehr seltsamen Stil hinüber“, einen Marsch, in dem sich das Wagnersche „Schwellen und Blühen, Weben und Singen“ eigentümlich mit kunstvoller, geradezu altväterischer Kontrapunktik verbindet: „Das Meistersinger-Vorspiel zog vorüber.“ > mehr


12.06.2018 - GESCHICHTE

Als das Christentum zu Christentümern wurde

Der englische Historiker Mark Greengrass ueber das Zeitalter der Glaubensspaltung

„ELIZABETH II. D. G. REG. F. D.“ ist auf den britischen Pfundmünzen rund um das Portrait der Königin zu lesen. „D. G. REG.“ bedeutet „Königin von Gottes Gnaden“, aber wofür steht „F. D.“? Die beiden Buchstaben kürzen das lateinische „Fidei Defensatrix“ ab, „Verteidigerin des Glaubens“. Der Titel wurde, in der männlichen Form „Defensor“, Elisabeths Vorgänger Heinrich VIII. 1521 von Papst Leo X. verliehen, für sein Buch „Verteidigung der sieben Sakramente“. Heinrich hatte darin die Lehre der katholischen Kirche gegen den „Unglauben“ verteidigt, gemeint war: gegen die Reformation Martin Luthers. Man könnte meinen, nach der Begründung der anglikanischen Staatskirche hätte sich dieser vom Papst verliehene Titel erübrigt. Doch 1544 übernahm das englische Parlament die Bezeichnung „Fidei Defensor“ für Heinrichs Sohn Edward VI., der nun als Oberhaupt dieser neuen Kirche amtierte. > mehr


06.06.2018 - LITERATURGESCHICHTE

"Am Ende stirbt immer der Wolf"

Woelfe, Menschen, Wolfsmenschen - vom antiken Roman bis zum Horrorfilm

In einer Novelle von Miguel de Cervantes berichtet der Hund Berganza seinem Freund Cipión von seiner vorübergehenden Beschäftigung als Hirtenhund. „Des Nachts kam kein Schlaf in meine Augen, weil uns die Wölfe immer wacker hielten und uns keinen Augenblick Ruhe gönnten.“ Trotz allen Eifers und aller Wachsamkeit – immer wieder kommt ein Schaf oder Lamm zu Tode. Eines Tages entdeckt Berganza, dass es gar nicht die Wölfe sind, sondern die Schäferknechte, die gelegentlich ein Tier „reißen“ und die Schuld daran den Wölfen anlasten. „Ich war außer mir, wie ich sah, dass die Hirten die Wölfe waren und dass die Hüter der Herde sie selbst würgten.“ Das Gleichnis vom „Guten Hirten“ aus dem Neuen Testament, verkehrt in ein negatives Beispiel, in eine Geschichte von schlechten Hirten. > mehr

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