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20.05.2019 - PHILOSOPHIE

Bildhauerarbeit an sich selbst

Diskussionen um die Lebenskunst in Antike und Gegenwart

„Lebenskunst ist die Kunst des Weglassens“, sagte einmal Coco Chanel. „Das fängt beim Reden an und endet beim Décolleté“. Ob die Modedesignerin wohl ahnte, wie intensiv sie sich mit ihrem leicht dahingeworfenen Bonmot an die philosophischen Reflexionen zum Thema „Glückseligkeit“ seit der Antike anschloss? Im Zeitalter des Hellenismus hatten die Vertreter der stoischen wie der epikureischen Schule gelehrt, der geeignete Weg zur Ausgeglichenheit und zum inneren Frieden bestehe in einem „Weglassen“, nämlich in der Kunst, seine Bedürfnisse zu reduzieren. Es sei nicht ein Zuwenig an Sinnerfüllung, das uns unglücklich mache, sondern ein Zuviel an Sinnerwartung. Der Kölner Erziehungswissenschaftler Jörg Zirfas und der Berliner Psychotherapeut Günter Gödde haben einen umfangreichen Sammelband mit fast 50 Artikeln zum Thema „Lebenskunst“ erstellt. > mehr

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2.05.2019 - DEUTSCHE GESCHICHTE

Die Geburtsstunde Deutschlands?

Vor 1.100 Jahren wurde der Sachsenherzog Heinrich zum König des Ostfränkischen Reiches gewaehlt

„Herr Heinrich saß am Vogelherd“, dichtete 1835 der österreichische Schriftsteller Johann Nepomuk Vogl, „recht froh und wohlgemut“, „Herr Heinrich schaut so fröhlich drein; wie schön ist heut‘ die Welt!“ Doch die Idylle hat keinen Bestand. „Der Staub wallt auf, der Hufschlag dröhnt“, „es hält der Tross vor‘m Herzog plötzlich an.“ „Hoch lebe Kaiser Heinrich, hoch!“, „s‘ist deutschen Reiches Will‘.“ In der Vertonung, die der pommersche Komponist Carl Loewe dem Gedicht gab, hat sich die Schilderung dem kollektiven Gedächtnis eingeprägt: So, ja so muss es abgelaufen sein, als im Frühjahr 919 das „Kaiserreich der Deutschen“ entstand. Wenn es jemand nicht glauben will: In Quedlinburg ist heute noch der „Finkenherd“ zu sehen, ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert, das präzise an der Stelle stehen soll, wo einer Legende aus dem hohen Mittelalter zufolge der Sachsenherzog Heinrich bei der Vogeljagd von der Nachricht überrascht wurde, er sei zum König des Ostfränkischen Reiches gewählt worden. > mehr


07.05.2019 - POPULAERKULTUR

Scheppernde Musik, lange Haare, ekstatische Gliederverrenkungen

Die "Pop Society" in den 1950ern und 1960ern

Die Rolling Stones waren noch gar nicht aufgetreten, als bereits Feuerwerkskörper gezündet wurden, Schuhe und Unterwäsche flogen auf die Bühne. Nur mit viel Mühe konnten Ordner die Bühne für die Musiker freihalten. Zehn Minuten, nachdem Mick Jagger & Co. zu spielen begonnen hatten, stürmten einige Dutzend Fans das Podium, sie wollten unbedingt gleich neben ihren Idolen stehen. Polizisten räumten die Bühne mit dem Knüppel, damit das Programm fortgesetzt werden konnte. Viele der Zuschauer stiegen auf die Bänke und hüpften rhythmisch, bis die ersten Bretter splitterten. Das Konzert der Rolling Stones 1965 in Berlin war einer der Höhepunkte der „Jugendkultur“ der 60er Jahre. > mehr


02.05.2019 - POLITISCHE THEORIE

Der politische Theoretiker, der als Ghostwriter des Satans verdächtigt wurde

Vor 550 Jahren wurde Niccolo Macchiavelli geboren

Dieses Buch sei „von der Hand des Satans“ geschrieben, wetterte 1539 der englische Kardinal Reginald Pole. 1559 setzte Papst Paul IV. alle seine Schriften auf den Index verbotener Bücher – nein, nicht die des Satans, sondern die seines irdischen „Ghostwriters“, Niccolò Macchiavelli. 1576 verdächtigte ihn der protestantische Geschichtsschreiber Innocent Gentileschi als geistigen Urheber der „Bartholomäusnacht“ in Paris, bei der 1572, Jahrzehntenach Macchiavellis Tod, Tausende von Protestanten ermordet worden waren. 1739 verfasste Kronprinz Friedrich von Preußen, der spätere „Große“, eine Kampfschrift, um „die Verteidigung der Menschheit zu übernehmen gegen dieses Ungeheuer, das sie verderben will“, „diesen Unhold, wie ihn kaum die Hölle hervorbrächte“. Bereits bei Shakespeare findet sich das Wort vom „mörderischen Macchiavelli“, in Balzacs Romanen ist „macchiavellistisch“ ein Synonom für niederträchtig oder hinterhältig. Es wird wenige große Denker geben, die von den verschiedensten Seiten mit derartiger Verve in den Abgrund der Hölle verdammt wurden wie Niccolò Macchiavelli. > mehr


27.04.2019 - ENGLISCHE LITERATUR

"Soll" und "Haben" auf einer unbewohnten Insel

Vor 300 Jahren erschien Daniel Defoes "Robinson Crusoe"

„Bemerkenswert war auch, dass ich zwar nur drei Untertanen hatte, dass diese aber drei verschiedenen Glaubensbekenntnissen angehörten. Freitag war Protestant wie ich, sein Vater Heide und Kannibale und der Spanier Katholik. Immerhin herrschte in meinem Hoheitsgebiet vollkommene Glaubensfreiheit.“ Als Daniel Defoe am 25. April 1719, vor 300 Jahren, seinen Erfolgsroman veröffentlichte, waren die Zeiten der Inquisition zwar vorbei. Aber unerwünschte religiöse Lehren wurden weiter drangsaliert, davon wusste Defoe ein Lied zu singen. Als 1703 bekannt wurde, dass das Pamphlet „Der kürzeste Weg, mit Dissenters zu verfahren“ aus seiner Feder stammte, brachte ihn das ins Gefängnis. Doch Defoe hatte Glück. Der Speaker des Unterhauses, Robert Harley, kam zu dem Schluss, es sei zweckmäßig, den scharfen Verstand und die gewandte Feder dieses Autors zu nutzen. In den folgenden Jahren arbeitete Defoe im Dienste Harleys wieder als Journalist. Passender als „Journalist“ wäre vielleicht „Propagandist“ zu sagen. > mehr


21.04.2019 RELIGIONSGESCHICHTE

Auf Tuchfühlung mit dem Erlöser

Reliquien vom Leiden und Sterben Jesu

„Jesus, Sohn des Joseph“ steht in aramäischer Schrift auf einem der Knochengefäße in einem Grab, das 1980 bei Bauarbeiten im Süden Jerusalems zu Tage kam. Auf weiteren Gefäßen finden sich die Namen „Joseph“, „Maria“ und „Matthäus“ sowie „Judas, Sohn des Jesus“, schließlich in griechischer Schrift „Mariamenou Mara“. 2007 verkündete der Filmemacher James Cameron in einem Dokumentarfilm der Welt, hier im heutigen Jerusalemer Vorort Talpiot sei nun das „echte“ Grab von Jesu Familie entdeckt worden – echt im Unterschied zur Grabeskirche, in der seit dem 4. Jahrhundert der Ort von Jesu Kreuzigung und Grablegung vermutet wird. Ganz gleich, ob die Filmemacher selbst sich nun der christlichen Tradition verpflichtet fühlten oder ob sie deren Versatzstücke mit leichter Provokation bloß geschäftstüchtig nutzen wollten, im Gewand seriöser archäologischer Wissenschaft, wie sich versteht – der Film stellte sich in eine Jahrhunderte alte Tradition: das Mysterium „handgreiflich“ fassbar zu machen. > mehr


15.04.2019 - KUNSTGESCHICHTE

Schmutzige Heilige und liederliche Studenten

Die Alte Pinakothek in München zeigt die "Utrechter Caravaggisten"

„Um Unannehmlichkeiten oder eklige Tierchen zu vermeiden, untersucht genau die Betten und Laken“, mahnte 1604 der holländische Maler Karel von Mander seine Kollegen, wenn sie nach Rom reisen wollten. „Aber vor allem enthaltet euch der leichtfertigen Frauenzimmer, denn weit über alle eure Sünden hinaus werdet ihr dadurch euer Leben lang ruiniert werden.“ Abraten wollte Mander von der Reise jedoch auf gar keinen Fall. Rom sei „das Haupt der Malerschulen“, vor allem die Werke des jungen Caravaggio müsse man unbedingt gesehen haben: „Was seine Künstlerhand angeht, so ist diese sehr gefällig und eine wunderschöne Manier, der die Malerjugend nachfolgen sollte.“ Manders Aufforderung fiel bei seinen Kollegen auf fruchtbaren Boden. In großer Zahl machten sich junge Maler aus Flandern und den Niederlanden in den folgenden Jahren nach Rom auf. Ihr Ziel war nicht so sehr die Antike oder die Hochrenaissance mit den Meisterwerken eines Raffael und eines Michelangelo, die uns heute als „klassisch“ gelten, sondern die allerneueste zeitgenössische Kunst, eben jener Michelangelo Merisi, nach seinem Herkunftsort in der Lombardei auch „Caravaggio“ genannt. > mehr


10.04.2019 - DEUTSCHE GESCHICHTE

Ein Staat ohne Eigenschaften?

Zweieinhalb Jahrhunderte Reflexionen über Preussen

„Letztlich sind wir alle Preußen“, soll Konrad Adenauer einmal gesagt haben. Falls dieser Ausspruch wirklich authentisch ist – Begeisterung schwang darin sicherlich nicht mit. Zu Preußen pflegte Adenauer zeitlebens ein distanziertes Verhältnis.Seine Vorbehalte hatte der Rheinländer wenige Monate nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in einer Rede offen kundgetan: Das alte Preußen mit seinem „kulturfeindlichen, angriffslustigen Militarismus“ sei „der böse Geist Europas“ gewesen. Vielleicht schade, dass die beiden Osteuropa-Historiker Hans-Jürgen Bömelburg und Andreas Lawaty Adenauers provozierende Rede von 1919 nicht in ihre mehr als 500 Seiten starke Anthologie mit „deutschen Debatten“ zum Thema „Preußen“ aufgenommen haben. Aber ansonsten bietet der Band eine bunte Mischung verschiedenster Texte: von der Lyrik eines Johann Wilhelm Ludwig Gleim im Siebenjährigen Krieg („Ein Held fall‘ ich; noch sterbend droht mein Säbel in der Hand!“) bis zu den Versuchen von DDR-Historikern um 1980, die „progressiven Seiten in der Geschichte Preußens“ als Erbe des „sozialistischen deutschen Staates“ zu retten. > mehr


03.04.2019 - KULTURGESCHICHTE

"Bartstoppeln, Palaestinensertuch, AKW-Nein-Sonne"

Bekenntnisse in Religion, Rechtswesen und Politik

Es war zwei Wochen nach den Störfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima im März 2011. Das Jugendmagazin „Bravo“ legte seiner aktuellen Ausgabe eine „Lachende Sonne“ als Poster bei: „Atomkraft? Nein danke“. „Unsere Leser sind die Generation, die mit den Folgen unserer heutigen politischen Entscheidung pro oder contra Atomkraft leben müssen“, erklärte der Chefredakteur. „Mit dem Poster sprechen wir unseren Lesern aus dem Herzen.“ Die Art, wie „Bravo“ die Herzen seiner Leser in Anspruch nahm, lässt vermuten, dass der Posterbeilage schwierige Diskussionen vorangingen. Zum ersten Mal wurde die politische Zurückhaltung aufgegeben, die das Magazin in 55 Jahren wohlweislich geübt hatte, um seine Leserschaft in keiner Weise zu verschrecken. Offenbar war die Redaktion zu dem Schluss gekommen, schreibt der Soziologe Simon Teune von der Technischen Universität Berlin, nach Fukushima sei das Bekenntnis gegen Kernkraftwerke endgültig im „Mainstream“ angekommen. > mehr

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