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23.02.2017 - BRAUCHTUM

"Spuren alten Heidentums"?

Wie der Karneval immer wieder auf vorchristliche Ursprünge hin befragt wurde

Jedes Jahr am 17. Dezember stand das alte Rom Kopf. Die Herren verkleideten sich als Sklaven, die Sklaven als Herren. Niemand tat noch etwas Ernsthaftes, der ganze Tag wurde mit Würfelspiel und Trinkgelage verbracht. Und wenn der Alkohol genügend Wirkung gezeigt hatte, waren die vornehmen Herrschaften auch bereit, vor ihrem Gesinde nackt zu singen oder sich, mit Ruß bestrichen, in einen kalten Brunnen tauchen zu lassen. So jedenfalls schilderte im 3. Jahrhundert n. Chr. der Schriftsteller Lukian die „Saturnalien“. Die Ähnlichkeiten mit dem, was heutzutage in vielen Regionen jedes Jahr vor Aschermittwoch abläuft, sind nicht zu übersehen. Kein Wunder, dass der eine oder andere humanistische Gelehrte im 16. Jahrhundert auf die Idee verfiel, in diesen „heidnischen“ Gebräuchen müsse der Ursprung des Karnevals liegen. > mehr

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20.02.2017 - ZEITGESCHICHTE

Kein Mitleid mit der Mikrobe

Ein französische Zeithistoriker rekonstruiert "Logik" und "Ethik" des Nationalsozialismus

Als der SS-Gruppenführer Otto Ohlendorf 1946 im Nürnberg Kriegsverbrecherprozess seine Zeugenaussage machte, verbreitete sich unter den Angeklagten und ihren Verteidigern allgemeines Entsetzen. Ohlendorf versuchte gar nicht erst, irgendetwas an den Verbrechen des Nationalsozialismus zu bestreiten, im Gegenteil, er bot dem Gericht eine Menge Details des staatlich organisierten Massenmordes – wohl wissend, dass er damit auch die Grundlage für sein eigenes Verfahren lieferte. Im sogenannten „Einsatzgruppen-Prozess“ 1947/48, wo Ohlendorf selbst Angeklagter war, ließ er seinen Verteidiger darauf plädieren, die Erschießung Unschuldiger in Russland und der Ukraine sei eine Art Putativnotwehr gewesen, eine staatliche Selbstverteidigung gegen den Bolschewismus und „die Juden“. Die innere „Logik“ des Nationalsozialismus, die Einstellung, die dem Handeln seiner Repräsentanten zugrundelag, gehört bis heute zu den eher vernachlässigten Fragestellungen der Zeitgeschichte. > mehr


14.02.2017 - MUSIK

"Ein entschiedener Schlager"

Vor 150 Jahren wurde der Strauss-Walzer "An der schönen blauen Donau" uraufgeführt

„Wiener, seid froh“, sangen die Bassisten des Wiener Männer-Gesangvereins am Abend des 15. Februar 1867 im Saal des Dianabades in der Leopoldstadt. Die Reaktion der Tenöre gab sicherlich treffend wieder, was viele Musikfreunde in der kaiserlichen Residenzstadt an der Donau angesichts dieser Aufforderung empfanden: „Oho, wieso?“ Ja, wieso eigentlich? Im Jahr zuvor hatte das Kaisertum Österreich einen beispiellosen politischen Absturz erlebt. Nach der militärischen Niederlage im „Deutschen Krieg“ gegen Preußen musste die Habsburgermonarchie die Schmach akzeptieren, dass sie in der deutschen Politik fortan keine Rolle mehr spielte. Ein halbes Jahrhundert nach dem Wiener Kongress war Metternichs politisches Konzept, Österreich die Kontrolle sowohl über Deutschland als auch über Italien zu sichern, endgültig gescheitert. Doch am 15. Februar 1867, vor 150 Jahren, erklang zum ersten Mal der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss (Sohn). > mehr


08.02.2017 - IDEENGESCHICHTE

Kunst des Geschäfts und die Theorie der Wahrheit

oder: Was sind "alternative Fakten"?

Am 21. Januar 2017 hatte Donald Trumps Pressesprecher Sean Spicer behauptet, bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten seien mehr Menschen dabei gewesen, als bei den Inaugurationen aller seine Vorgänger. Als die Medien Luftaufnahmen präsentierten, die diese Aussage als falsch entlarvten, meinte die Beraterin des Präsidenten, Kellyanne Conway, Spicer habe keineswegs „falsche Behauptungen“ präsentiert, sondern lediglich „alternative Fakten“, „alternative facts“. Wenige Stunden später war diese Redewendung allgegenwärtig. Der Weltöffentlichkeit stockte der Atem. Haben wir doch in der Schule gelernt, dass es da einen „Satz vom Widerspruch“ gibt: Wenn es gestern an einem bestimmten Ort geregnet hat, dann ist die Aussage, es hätte dort nicht geregnet, nicht irgendwie „alternativ“, sondern ganz einfach falsch, also gerade kein „Faktum“. Oder gilt das neuerdings nicht mehr? > mehr


03.02.2017 - KRIEGSSPIELE

Wenn das Kinderzimmer zum Schlachtfeld wird

Aus der Kulturgeschichte der Kriegsspiele

Was sollten sich brave Kinder „zur Belohnung für Fleiß und gute Sitten“ wünschen? Für den Lehrer Zehetbauer in Karl Kraus‘ Drama „Die letzten Tage der Menschheit“ war das keine Frage. Er empfahl das Spiel „Russentod oder Wir spielen Weltkrieg“. Eine böse Erfindung? Keineswegs 1914 war in Wien tatsächlich der Band „Wir spielen Weltkrieg! Ein zeitgemäßes Bilderbuch für unsere Kleinen“ von Ernst Kutzer und Armin Brunner herausgekommen. „Mir ein Gewehr!“, sagt eines der drei Kinder, die als „Helden“ dargestellt sind. „Und dir ein Schwert zur Hand! Klein Schwesterchen – du lass die Fahne fliegen! Caro ist Kriegshund. Auf ins Feindesland! Wir spielen Weltkrieg! Und – wir werden siegen!“ > mehr


30.01.2017 - KULTURGESCHICHTE

Der "gefühlte" Winter

Erinnerungen und Erwartungen rund um eine Jahreszeit

„Wann wird‘s mal wieder richtig Sommer“, sang einst Rudi Carrell. Blickt man auf die Klimaentwicklung der letzten Jahrzehnte, kommt man zu dem Schluss, dass die Frage, wann es mal wieder „richtig“ Winter wird, doch viel näher liegen müsste. Doch selbst, wenn man von der Diskussion um den Klimawandel absieht - jedes Jahr Mitte Dezember geht die Frage groß durch die Presse: Gibt es eine „weiße Weihnacht“, wenigstens dieses Jahr? Auch in Zeiten, als von Erderwärmung noch niemand sprach, war eine weiße Weihnacht eher die Ausnahme als die Regel, vermerkt der Sachbuchautor Bernd Brunner in seinem neuen Buch „Als die Winter noch Winter waren“. Wirklich kalt ist es im Dezember in Mitteleuropa meistens noch gar nicht, das steht in aller Regel erst im Januar an. > mehr


25.01.2017 - DEUTSCHE LITERATUR

"Sitz still, mein Sohn - du musst deine Lektion lernen!"

Alter und Weisheit in der deutschen Literatur seit dem 19. Jahrhundert

2013 war von den Einwohnern der Bundesrepublik Deutschland etwa ein Fünftel über 65 Jahre alt; 2060, schätzte vor zwei Jahren das Statistische Bundesamt, wird es ein Drittel sein. Nun weiß niemand, ob und inwieweit sich diese Zahl durch Zuwanderung vielleicht noch verändert. Aber die kulturellen Folgen dieser Entwicklung sind längst unübersehbar. Noch nie zuvor, stellt die Germanistin Marie Gunreben von der Universität Bamberg in ihrem Buch „Das Alter und die Weisheit“ fest, „haben Altern und Alter für das Selbstverständnis und die Selbstwahrnehmung einer Gesellschaft – das gilt für die deutsche ebenso wie für die anderen westlich-kapitalistischen Nationen – eine so große Rolle gespielt wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts.“ Gunreben hat den Wandel der Bilder von Alter und Weisheit in der deutschen Literatur seit Mitte des 19. Jahrhunderts untersucht. > mehr


19.01.2017 - DEUTSCHE LITERATUR

Wenn Regierung auf göttliche Eingebungen wartet

Vor 150 Jahren wurde der Schrifsteller Ludwig Thoma geboren

„Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.“ Nein, es war nicht, wie oft zu lesen ist, der Journalist Kurt Tucholsky, der diesen etwas unfreundlichen Spruch prägte, es war der Schriftsteller Ludwig Thoma, selbst ausgebildeter Jurist und einige Jahre als Rechtsanwalt tätig. 1916 brachte er eine kleine Erzählung vom königlichen Landgerichtsrat Alois Eschenberger heraus. Mit unverhohlener Schadenfreude wird darin geschildert, wie dieser „gute Jurist“ sich durch seinen allzu gründlichen Formalismus selbst hereinlegt. Glücklich scheint Thoma mit seinem Rechtsanwaltsberuf in der Tat nicht geworden zu sein. Die Juristerei lief wohl auch einem Grundzug seines Charakters, seiner Aufmüpfigkeit, zuwider. Es wäre sicherlich verfehlt, wollte man das populärste seiner Werke, die „Lausbubengeschichten“ von 1905, als getreuen autobiographischen Bericht lesen. Aber ein wenig von einem Lausbuben war doch in ihm. > mehr


15.01.2017 - KULTURGESCHICHTE

"Flower Power" - die Sprache der Blumen

Zwischen Vampirismus und Revolutions- oder Friedenssymbol

„Grimmig in fürchterlicher Stille auf der öden Heide thront der grausame Upas, der Hydrabaum des Todes“, dichtete 1791 Erasmus Darwin, der Großvater des Begründers der Evolutionslehre, in einem umfangreichen Poem über das Leben der Pflanzen. „Sehet! Aus einer einzigen Wurzel wachsen im von ihm vergifteten Boden tausend pflanzliche Schlangen […] Tausend Zungen, durchdrungen von schrecklichem Gift, schießen rasch vibrierend hervor, ergreifen den stolzen Adler, der sich über die Heide erhebt, oder stürzen sich auf den Löwen, der unter der Krone pirscht, oder verstreuen menschliche Skelette über die geweißte Steppe.“ Man möchte glauben, da wäre die Phantasie mit dem Dichter durchgegangen. Aber Erasmus Darwin, der eigentlich Arzt und Botaniker war, durfte annehmen, dass es einen solchen pflanzlichen Vampir wirklich gab. > mehr


10.01.2017 - SOZIALGESCHICHTE

Unterwäsche, Ungeziefer, Kriege und Krankheiten

Aspekte einer Sozialgeschichte des Alltags in der Neuzeit

In einer Stadt im Piemont, erzählt Giacomo Casanova in seinen Memoiren, habe er einmal das Theater besucht. Vor der Vorstellung sei er mit einem der Schauspieler ins Gespräch gekommen und habe geschwärmt, vielleicht werde er gleich Gelegenheit haben, von dessen berühmter Kollegin die Unterhose zu sehen. „Das wäre schwierig“, antwortete der Schauspieler, „sie trägt keine.“ Die Unterhose, stellt der bayerische Autor Manfred Vasold, der vor allem über medizinhistorische Fragen arbeitet, in seinem neuen Buch zur „Sozialgeschichte des Alltags in der Neuzeit“ fest, „war vor Beginn des 19. Jahrhunderts ein ziemlich ungewöhnliches Kleidungsstück“. > mehr


06.01.2017 - KUNSTGESCHICHTE

Die Wies und 99 weitere

100 schönste Kirchen in Oberbayern

Der Teufel, „wie jeder andere Preuße“, mache in Bayern gern Urlaub, hat der Münchner Autor Thomas Kernert einmal geschrieben. Und was macht der Teufel dort im Urlaub? Er besichtigt Kirchen, darf man vermuten, zumindest manchmal – dem Zauber der bayerischen Spätbarock- und Rokokokunst wird auch er nicht widerstehen können. Falls sein Urlaub gerade dem südlichsten der sieben bayerischen Regierungsbezirke gilt - vielleicht ist ihm bei der Auswahl seiner Ziele ja der Band behiflich, den den Münchner Kunsthistoriker Wilfried Rogasch jetzt herausgebracht hat: „Die 100 schönsten Kirchen in Oberbayern“. Wie sich versteht, ist die „Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ unter den Drei-Sterne-Sehenswürdigkeiten, das einzige Bauwerk in Oberbayern, das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. > mehr

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