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14.02.2020 - FILM

Nostalgie nach einem unversehrten Deutschland

Die Themen Judentum und Antisemitismus in Thomas-Mann-Verfilmungen nach dem Zweiten Weltkrieg

Dass ein Bundespräsident bei einer Film-Uraufführung spricht, kommt nicht alle Tage vor. Als am 16. Dezember 2008 in der Essener „Lichtburg“ Heinrich Breloers „Buddenbrooks“-Film erstmals gezeigt wurde, ließ sich Horst Köhler wohl recht gern bitten. „Für uns Deutsche“, sagte er in seiner Festrede, „ist dieses Buch immer noch wie ein Spiegel unseres Wesens und unserer Kultur - wenn auch aus einer vergangenen Zeit.“ „Wenn wir nur genau hinsehen, können uns auch alte Geschichten etwas über uns selber erzählen.“ Mit Spiegelbildern von uns selbst und von unserer Vergangenheit ist das aber so eine Sache. Einmal davon abgesehen, dass bei dem Versuch, einen Roman zu verfilmen, im besten Fall ein ganz neues Kunstwerk herauskommt, im schlimmsten bloß eine Verhunzung des alten – ganz allgemein wird bei solchen „Spiegeln“ das Bedürfnis übermächtig, im Sinne eigener Selbstliebe zu retuschieren. Der Germanist Yahya Elsaghe von der Universität Bern hat jetzt in einer umfangreichen, ungemein detaillierten Studie die „Aneignung“ von Thomas Manns Erzählwerk durch Kino und Fernsehen im Deutschland der Nachkriegszeit analysiert. > mehr

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07.02.2020 - POLITIK

Symbolische Emigration aus einer angeblichen GmbH

Die "Reichsbuerger"- und "Selbstverwalter"-Szene

Was an diesem 22. September 1980 genau geschehen ist, konnte niemals aufgeklärt werden. In West-Berlin wurde seit einigen Tagen die S-Bahn bestreikt, die seit dem Zweiten Weltkrieg auch in den Westsektoren zunächst von der sowjetischen Besatzungsbehörde, dann von der DDR betrieben wurde. Der Betriebsname „Reichsbahn“ hatte die Jahrzehnte unbeschadet überstanden, daran wollte bei dem komplizierten Vier-Mächte-Status der Stadt niemand rühren. Mit dem Streik wehrten sich die Eisenbahner gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen, mit der die DDR das steigende Defizit bekämpfen wollte. Der S-Bahn-Bedienstete Wolfgang Ebel behauptete später, er sei an diesem Tag als Organisator des Streiks von der sowjetischen Militärpolizei entführt und im sowjetischen Sektor durch „SED-Angehörige in Bahnpolizeiuniform“ geschlagen worden. Irgendwie sei es ihm gelungen, in den britischen Sektor zu fliehe. Dort habe ihn die britische Militärbehörde verhört und „dienstverpflichtet“. Fünf Jahre später leitete er aus diesem Gespräch die Legitimation ab, an seinem Häuschen in Berlin-Zehlendorf ein Schild mit der Aufschrift „Kommissarische Reichsregierung“ anzubringen. > mehr


01.02.2020 - IDEENGESCHICHTE

Sanfter Wandel, lautstarke Debatten

Sozial- und Ideengeschichte der Familie im Deutschland des 20. Jahrhunderts

„Es zeigt die Auflösung des Familienbewusstseins an“, klagte 1855 der Historiker Wilhelm Heinrich Riehl in seiner „Naturgeschichte des deutschen Volkes“, „dass es mehr und mehr Sitte wird, die einzelnen Genossen des ‚Hauses‘ in Gruppen abzusondern: Mann und Frau, die Kinder, das Gesinde, die Geschäftsgehilfen etc. bilden in dem vornehmeren Hause je eine Familie für sich. Der alte Gedanke des ‚ganzen Hauses‘ ist damit faktisch aufgehoben.“ Wenn Riehl die weiteren Veränderungen miterlebt hätte, die der Familie und dem Familienbild im Laufe des 20. Jahrhunderts bevorstanden … Der Historiker Christopher Neumaier von der Universität Potsdam hat die Debatten, die in Deutschland vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis in die 1980er Jahre hierzu geführt wurden, in einer umfangreichen Studie analysiert. > mehr


25.01.2020 - LITERATURGESCHICHTE

Feuerspeier und Jungfrauenfresser - oder auch nett und friedlich

Der Drache seit den altorientalischen Schöpfungsmythen

Auch große Helden enden manchmal recht unrühmlich. König Ortnit von Lamparten, erzählte um 1250 ein Dichter, der vermutlich in Bayern schrieb, wollte gegen einen Drachen kämpfen. Durch die tage- und nächtelange Suche nach dem Ungeheuer ermüdet, schlief er ein. Als sich der Drache bedrohlich näherte, wollte sein treuer Hund den Helden warnen. Doch der wachte der nicht auf. Der Drache packte den Helden und trug ihn zu seinen Jungen in die Höhle. Da sich die Rüstung unmöglich öffnen ließ, saugten sie ihn aus. Ein „Held“, der zum „Dosenfutter für Jungdrachen“ wurde, fasst die Germanistin Andrea Schindler von der Universität Saarbrücken den Plot zusammen. Da ist der Gedanke schwer abzuweisen, dass der unbekannte Dichter sich über die vielen Drachenkämpfe in der Literatur seiner Zeit ein wenig lustig machen wollte. Nicht ohne allerdings im zweiten Teil der Erzählung die Weltordnung wieder gerade zu rücken. Ein noch größerer Held, Wolfdietrich, rächt Ortnits Tod an dem Untier und darf dann selbstverständlich dessen Nachfolge auf dem Thron antreten. > mehr

19.01.2020 - RELIGIONSGESCHICHTE

Der Gerechte handelt bei dem geringsten Anlass aus dem Glauben

Vor 350 Jahren erschienen Blaise Pascals Pensees

„Pascal“ – Physiker denken bei diesem Namen an eine Einheit zur Druckmessung, Mathematiker an die Geometrie der Kegelschnitte, Astronomen vielleicht an einen Mondkrater, Informatiker an eine Programmiersprache. Anhand von Glücksspielen entwickelte der französische Schriftsteller Blaise Pascal eine Theorie der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Er erfand eine mechanische Rechenmaschine und gründete zusammen mit einem Freund ein Droschkenunternehmen, das in Paris den Beginn des öffentlichen Nahverkehrs markierte. Heute wäre er jedoch nur noch den Spezialisten jener Disziplinen ein Begriff, wenn es in seinem Leben nicht den 23. November 1654 gegeben hätte. Was ihm widerfuhr, legte er auf einem schmalen Pergamentstreifen nieder, der nach seinem Tod aufgefunden wurde: „Feuer – Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Philosophen und Gelehrten. Gewissheit, Gewissheit, Empfinden: Freude, Frieden. Der Gott Jesu Christi […] Er ist allein auf den Wegen zu finden, die das Evangelium lehrt. […] Ewige Freude für einen Tag der Mühe auf Erden [...].“ > mehr

12.01.2020 - ARCHAEOLOGIE

Auf der Suche nach Herkunft und Heimat

800.000 Jahre Geschichte in Europa

„Die Kelten am Ursprung Europas“ war 1991 eine große Ausstellung in Venedig zur Kunst und Kultur der letzten Jahrhunderte vor und der ersten Jahrhunderte nach Christi Geburt überschrieben. Die Schau rückte ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, dass es eben nicht nur Griechen und Römer waren, sondern auch Völker weiter im Norden des Kontinents, die damals jene Grundlagen schufen, aus denen dann „Europa“ hervorging. Aber hat es, über das rein Geographische hinaus, eigentlich einen Sinn, für diese frühe Zeit von „Europa“ zu sprechen? 1994 startete der Europarat eine Kulturkampagne zur Bronzezeit, in der nun sogar das 2. Jahrtausend v. Chr. als das „erste goldene Zeitalter Europas“ beschworen wurde. Oder sind etwa die mehr als 35.000 Jahre alten Skulpturen aus Mammutelfenbein, die in Höhlen der Schwäbischen Alb gefunden wurden, die frühesten Zeugnisse „Europas“? Darf man womöglich den Neandertaler vor 100.000 oder 50.000 und den „Homo heidelbergensis“ vor 600.000 Jahren als „frühe Europäer“ bezeichnen? > mehr

08.01.2020 - KULTURGESCHICHTE

Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm werdest

Der Schlaf in Kulturgeschichte und Kulturvergleich

„Der Schlaf dringt herein“, beschrieb Charles Lindbergh später in seiner Autobiographie, was er empfand, als er 1927 seinen Nonstopflug von New York nach Paris durchführte, mehr als 33 Stunden lang. „Mein Körper protestiert dumpf, dass nichts, nichts, was das Leben bereithält, auch nur annähernd so begehrenswert sei wie der Schlaf.“ „Ich werde meinen Körper zwingen, wachsam zu bleiben.“ Begehrenswert – und gerade deshalb eine Versuchung, die es abzuwehren gilt. Es ist, so wird es Lindbergh gesehen haben, nicht zuletzt das Schlafbedürfnis, das die allermeisten Menschen daran hindert, „Helden“ zu werden. Schlimmer noch: das es ihnen erschwert, ihren alltäglichen Pflichten nachzukommen. Eine Einstellung, die sich bis in die Bibel zurückverfolgen lässt. „Wie lange liegst du, Fauler!“, zitiert die Kulturhistorikerin Karoline Walter in ihrem neuen Buch aus den „Sprüchen Salomos“, „wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?“ „Ja, schlafe noch ein wenig […], so wird dich die Armut übereilen wie ein Räuber.“ > mehr

31.12.2019 - KULTURGESCHICHTE

Mondphasen und Jahreszeiten, zwei schwer verrechenbare Größen

Aus der Geschichte des Kalenders

Wer weiß, wenn die alten Römer nicht so viele Kriege geführt hätten, würden wir Neujahr vielleicht am 1. März feiern. An diesem Tag wurde in Rom die Vollversammlung zur Wahl der neuen Konsuln einberufen, die am 15. März ihr Amt antreten sollten. Im Jahr 153 v. Chr. jedoch beschloss der Senat, den Termin um zwei Monate vorzuziehen. Es war abzusehen, dass sich Anfang März ein erheblicher Teil der männlichen Bevölkerung mitsamt den Spitzenpolitikern gerade auf einem Feldzug in Spanien befinden würde, da ließ sich eine Volksversammlung in Rom schwer durchführen. Beim 1. Januar ist es bis heute geblieben, zur Verwirrung von Lateinschülern, wenn sie erfahren, dass der „September“ vom Sinn des Wortes her eigentlich der siebente Monat des Jahres sein müsste und der „Dezember“ der zehnte. Vom Rhythmus der Jahreszeiten her betrachtet, ist dieses Neujahrsdatum ganz willkürlich. Für den Wechsel der Jahreszahl ist in unserem Kalender nur eines von Bedeutung: dass seit dem letzten Neujahr 365 oder 366 Tage vergangen sind. > mehr

26.12.2019 - DEUTSCHE LITERATUR

Das Alte lieben, für das Neue leben

Vor 200 Jahren wurde Theodor Fontane geboren

Als er seinen ersten Roman herausbrachte, zählte er fast 50 Jahre, als er „Effi Briest“ und den „Stechlin“ schrieb, die ihm einen Platz in der Weltliteratur eintrugen, war er in seinen 70ern. Theodor Fontane, dessen Geburtstag sich am 30. Dezember zum 200. Male jährt, war der Spätling unter den großen Romanciers der deutschen Literatur. Thomas Mann nannte ihn einen „klassischen Greis“, das Gegenbild zu den „geborenen Jünglingen, die sich früh erfüllen und niemals reifen“. 1849 hatte Fontane sich entschlossen, seinen Apothekerberuf aufzugeben und als freier Schriftsteller zu leben. Es war im Jahr nach der gescheiterten Märzrevolution. Fontane veröffentlichte politische Texte in einer radikal-demokratischen Zeitung und brachte ein Büchlein mit politischer Lyrik heraus, betitelt „Männer und Helden. Acht Preußenlieder“. Es wird diese Bezugnahme auf die preußische Tradition gewesen sein, die es dem Demokraten zwei Jahre später erlaubte, in die Redaktion der konservativen „Kreuz-Zeitung“ einzutreten. > mehr

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