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16.01.2019 - KULTURGESCHICHTE

"Das alte Rom aus dem neuen herausklauben"

Herrliche Vergangenheit, klägliche Gegenwart - das deutsche Bild von Italien

„Noch stäuben die Wege, noch ist der Fremde geprellt, stell‘ er sich auch, wie er will. Deutsche Rechtlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens.“ Es waren recht unfreundliche Worte, die Goethe bei seiner zweiten Italienreise 1790 über Land und Leute fand. Wenige Jahre zuvor, bei seiner ersten Reise, war er noch begeistert gewesen. Kunst und Geschichte faszinierten ihn, auch der italienischen Lebensart konnte er manches abgewinnen. Doch beim Versuch einer Wiederholung gelang es ihm nicht mehr, die unerwünschten Seiten der Alltagsrealität auszublenden. „Übrigens muss ich im Vertrauen gestehen, dass meiner Liebe zu Italien durch diese Reise ein tödlicher Stoß versetzt wird“, schrieb er an Herzog Carl August. Mancherlei schmähende Ausfälle gegen Italien und die Italiener finden sich eben auch bei jenen, die ansonsten als Lobredner des Landes, „wo die Zitronen blühn“, in die Kulturgeschichte eingegangen sind. > mehr

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09.01.2019 - OEKONOMIE

Wirtschaft und Ethik - das eine oder das andere

Schwierigkeiten einer Oekonomie mit menschlichem Antlitz

„Sie wollen Wirtschaftsethik studieren?“, lautet ein Satz, der dem österreichischen Satiriker Karl Kraus zugeschrieben wird: „Entscheiden sie sich für das eine oder das andere!“ Die Ökonomie, wollte Kraus sagen, steht ein für allemal unter der Maxime der Gewinnmaximierung, des Egoismus. Wer versucht, sich in seinem wirtschaftlichen Verhalten nach ethischen, potentiell also auch altruistischen, Normen zu richten, muss untergehen. Anscheinend erleben wirtschaftsethische Fragestellung gerade in den letzten Jahrzehnten, zeitlich parallel zum sogenannten „Neoliberalismus“, sogar einen regelrechten Boom. Heute können Studenten das Fach „Wirtschaftsethik“ im deutschen Sprachraum an mehr als einem Dutzend Hochschulen belegen. Der Basler Philosoph Andreas Brenner zitiert in seinem neu erschienenen „Lehr- und Lesebuch“ zur Wirtschaftsethik seinen amerikanischen Kollegen Richard Edward Freeman, der Kraus‘ zynisches Bonmot umkehrte: „Es macht keinen Sinn, über Business zu reden, ohne über Ethik zu reden.“ > mehr


04.01.2019 - VERFASSUNGSGESCHICHTE

Republik ohne republikanischen Grundkonsens

Die Weimarer Reichverfassung und die Diskussion um ihre "Geburtsfehler"

„Bonn ist nicht Weimar“, lautete ein geflügeltes Wort über die junge Bundesrepublik Deutschland. Der Schweizer Journalist Fritz René Allemann prägte es 1956 in einem Buch, in dem er die Unterschiede zwischen den deutschen Demokratien der 1920er und der 1950er Jahre analysierte. Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, so Allemanns beruhigende Feststellung, hatten die weltanschaulichen Gegensätze, die den Parteienkampf in der Weimarer Republik prägten, bereits viel von ihrer unversöhnlichen Schroffheit verloren. Allemanns Aussage war die Kehrseite der großen Angst, die über der Bundesrepublik schwebte: Konnte diese zweite deutsche Demokratie nicht ebenso scheitern, wie die erste gescheitert war? Als 1948 der Parlamentarische Rat zusammentrat, um ein Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland zu erarbeiten, war es ein Grundmotiv der Beratungen, dass die „Fehler“ der Weimarer Reichsverfassung (WRV) von 1919 auf keinen Fall wiederholt werden dürften. > mehr


31.12.2018 - BRAUCHTUM

"Dass die Tracht der langen Bärte dieses Jahr nicht Mode werde"

Aus der Kulturgeschichte der Neujahrswünsche

„Und allen edlen Menschen Friede und Freud auf ihrer Bahn! Ich segne sie in meinem Liede, soviel ich segnen kann.“ Einen besonders ungewöhnlichen Wunsch hat sich Matthias Claudius da zu Neujahr 1777 nicht einfallen lassen. Die Verse variieren bloß aus Martin Luthers Bibelübersetzung den Weihnachtsgesang der Engel an die Hirten. In der folgenden Strophe gibt der Sprecher, der „alte lahme Invalide Görgel“, seinem Neujahrswunsch jedoch eine recht makabre Note: „Und fühl in diesem Augenblicke den lahmen Schenkel nicht und steh und schwinge meine Krücke und glühe im Gesicht.“ „Man fängt das Neue Jahr mit Wunsch und Gaben an“, dichtete 1637 Andreas Gryphius. Eine Federzeichnung von Johann Michael Voltz zeigt, wie der Neujahrsmorgen in besseren Kreisen um 1800 ablief. Um einen gesetzten, würdigen Herren, der offenbar gerade bei der Rasur ist, versammeln sich die Gratulanten, vom Prediger bis zu den Musikanten der Stadtgarde, und selbstverständlich muss ihnen ein Trinkgeld aus der bereitgehaltenen Börse gegeben werden. Im Hintergrund sieht man, wie sich weitere Gratulanten durch die geöffnete Tür drängen wollen. > mehr


27.12.2018 - AMERIKANISCHE LITERATUR

"Ich weiss schon, dass das verrückt ist"

Vor 100 Jahren wurde J. D. Salinger geboren, der Verfasser des Romans "Der Fänger im Roggen"

Als am Abend des 8. Dezember 1980 der 25-jährige Mark David Chapman den Ex-Beatle-Sänger John Lennon erschoss, trug er ein Büchlein bei sich, eine Ausgabe des Romans „Der Fänger im Roggen“ von Jerome David Salinger. Im Prozess sagte Chapman später, er habe in diesem Buch die „Aufforderung“ gesehen, eine berühmte Persönlichkeit zu töten, um selbst berühmt zu werden. Als sein Schlusswort verlas er eine Passage aus dem Roman: „Aber jedenfalls stelle ich mir immer kleine Kinder vor, die in einem Roggenfeld ein Spiel machen. Tausende von kleinen Kindern, und keiner wäre in der Nähe – kein Erwachsener, meine ich – außer mir. Und ich würde am Rand einer verrückten Klippe stehen. Ich müsste alle festhalten, die über die Klippe hinauslaufen wollten – ich meine, wenn sie nicht achtgeben, wohin sie rennen, müsste ich vorspringen und sie fangen. Das wäre einfach der Fänger im Roggen.“ Das Unterfangen, Chapmans Leseerfahrung rational rekonstruieren zu wollen, dürfte aussichtslos sein; vielleicht hatten die Ärzte ja Recht, die ihm eine paranoide Psychose bescheinigten. Wie unter solchen Bedingungen Literatur rezipiert, der Intention nach wohl auch in Praxis umgesetzt wird, lässt sich kaum erahnen. Und wenn es dann noch eine Literatur ist, die auch von den „Normalen“ der Generation als das Kultbuch schlechthin verehrt wird … > mehr

 

23.12.2018 - MUSIK

Von "Stille Nacht, heilige Nacht" bis "Last Christmas"

Aus der Kulturgeschichte der Weihnachtslieder

„Haurtxo maite“, heißt es auf Baskisch, „Clara notg“ auf Rätoromanisch, „Sioul an noz“ auf Bretonisch, „Tyla naktis“ auf Litauisch. Es gibt das Lied auch in indonesischer und grönländischer, armenischer und hawaiianischer Fassung und natürlich in Esperanto. Max Bruch, Arthur Honegger und Krzysztof Penderecki verwerteten die Melodie in ihren Oratorien und Kantaten und Sinfonien, Simon & Garfunkel setzten 1966 in einer Popcollage den Liedgesang als Kontrapunkt gegen beunruhigende Radionachrichten. „Stille Nacht, heilige Nacht“ ist weltweit heute das beliebteste Weihnachtslied überhaupt. Den Text dichtete 1816 der Vikar Joseph Mohr in Mariapfarr im Salzburgischen, der Organist Conrad Franz Xaver Gruber komponierte dazu die Melodie. Zu Weihnachten 1818, vor 200 Jahren, wurde das Lied in der St.-Nikolaus-Kirche in Oberndorf bei Salzburg erstmals aufgeführt. > mehr


18.12.2018 - MITTELALTER

Lordkanzler und Erzbischof, Verräter und Heiliger

Vor 900 Jahren wurde Thomas Becket geboren

„Schafft mir denn niemand diese Pest von einem Priester vom Leibe?“, soll König Heinrich II. von England ausgerufen haben, als ihn die Nachricht erreichte, Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, habe drei seiner Bischöfe exkommuniziert. Da der Erzbischof sich weigerte, Heinrichs Sohn als Nachfolger zu krönen, hatte der König kurzerhand die Bischöfe angewiesen, die Zeremonie an seiner Stelle durchzuführen. Und die folgten dem König, nicht ihrem Vorgesetzten. Der Chronist Edward Grim, ein Mönch aus Cambridge, überlieferte später eine etwas andere Fassung dieses Satzes: „Was für elende Drohnen und Verräter habe ich in meinem Haushalt durchgefüttert, die ihren Herren von einem dahergelaufenen Priester mit solch beschämender Verachtung behandeln lassen?“ Was auch immer der König wirklich gesagt hat – vier seiner Barone verstanden es als Aufforderung, die Sache mit Gewalt zu regeln. Am 29. Dezember 1170 ritten sie nach Canterbury und drangen mit gezückten Schwertern in die Kathedrale ein: „Wo ist Thomas Becket, Verräter des Königs und des Königreiches?“ > mehr


13.12.2018 - GESCHICHTE

Krieg und Gewalt, die grossen Gleichmacher

Thesen zu einer Weltgeschichte der materiellen Ungleichheit

„Eine Geschichte der Ungleichheit“ verspricht das neue Buch des österreichischen Altertumswissenschaftlers Walter Scheidel im Untertitel. Das Wort „Ungleichheit“ könnte in die Irre führen. Es geht in Scheidels umfangreicher Studie nicht um rechtliche Ungleichheit. Es geht auch nicht um die ungleiche Verteilung von politischer Macht. Es geht primär auch nicht um die Verfügungsgewalt über Produktionsmittel. Gegenstand der Studie ist die Ungleichheit in Einkommen und Vermögen, wie gleich die ersten Sätze klarstellen: „Im Jahr 2015 besaßen die reichsten 62 Personen auf unserem Planeten so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit, das heißt, sie besaßen so viel wie 3,5 Milliarden Menschen.“ Werden die Reichen immer reicher? Scheidel, der an der Stanford University lehrt, hat eine ungeheure Menge an historischen Quellen statistisch ausgewertet, von Akten zur Vermögenssteuer in den italienischen Städten der Renaissance bis zu Werkzeugfunden in anatolischen Siedlungen der Steinzeit. > mehr

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