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13.12.2018 - GESCHICHTE

Krieg und Gewalt, die grossen Gleichmacher

Thesen zu einer Weltgeschichte der materiellen Ungleichheit

„Eine Geschichte der Ungleichheit“ verspricht das neue Buch des österreichischen Altertumswissenschaftlers Walter Scheidel im Untertitel. Das Wort „Ungleichheit“ könnte in die Irre führen. Es geht in Scheidels umfangreicher Studie nicht um rechtliche Ungleichheit. Es geht auch nicht um die ungleiche Verteilung von politischer Macht. Es geht primär auch nicht um die Verfügungsgewalt über Produktionsmittel. Gegenstand der Studie ist die Ungleichheit in Einkommen und Vermögen, wie gleich die ersten Sätze klarstellen: „Im Jahr 2015 besaßen die reichsten 62 Personen auf unserem Planeten so viel wie die ärmere Hälfte der Menschheit, das heißt, sie besaßen so viel wie 3,5 Milliarden Menschen.“ Werden die Reichen immer reicher? Scheidel, der an der Stanford University lehrt, hat eine ungeheure Menge an historischen Quellen statistisch ausgewertet, von Akten zur Vermögenssteuer in den italienischen Städten der Renaissance bis zu Werkzeugfunden in anatolischen Siedlungen der Steinzeit. > mehr

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08.12.2018 - ARCHITEKTUR

Begehbare Elefanten und wandernde Städte

Wenn Architekten an Grenzen gehen - und darüber hinaus

Wäre es nach dem französischen Architekten Charles Ribart gegangen, stünde heute in Paris am oberen Ende der Champs-Élysées statt des Arc de Triomphe ein Elefant aus Stein, fünf Stockwerke hoch. Auf seinem Rücken würde, siegreich von einem Feldzug heimkehrend, König Ludwig XV. in die Hauptstadt einreiten. Im Inneren des Elefanten plante Ribart zwei große Speise- und Festsäle, samt Küche und Orchesterpodium. Aus dem Rüssel sollte eine Fontäne aufsteigen und die Allee bewässern. Das Projekt, das Ribart 1758 vortrug, blieb unverwirklicht. Einige Jahre später, nach dem für Frankreich wenig glorreichen Ausgang des Siebenjährigen Krieges, hätte das Triumphdenkmal ohnehin die Spötter auf den Plan gerufen. Eines der „nie gebauten Bauwerke“, die der englische Autor Philip Wilkinson in seinem neuen Buch vorstellt. > mehr


03.12.2018 - SOZIALGESCHICHTE

"Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens"

Begriffsgeschichte des Wortes seit dem späten Mittelalter

Ein Bauernbursche will auf „Höheres“ hinaus. Die Mahnungen des Vaters missachtend, verlässt er seine Eltern und zieht hinaus in die Welt. Doch statt, wie erhofft, an einem vornehmen Hof Karriere zu machen, landet er bei einem Raubritter, dessen Beutezügen er sich anschließt. Am Ende fassen ihn die Bauern, die er geschädigt hat, und knüpfen ihn an den Galgen. „Wernher der Gartenaere“, wie der Dichter sich nannte, wollte warnen: Niemand versuche, sich über seinen Stand zu erheben, ein solcher Weg führt ins Verderben! Eine Frage, die zu dieser Zeit, also um 1260 oder 1270, sehr aktuell gewesen sein wird. Der ritterliche Adel stellte beunruhigt fest, dass immer mehr Bauern sich mit ihrer Rolle nicht mehr zufriedengeben wollten. Die „Konservativen“ damals konnten sich auf die Bibel berufen. „Ein jeglicher bleibe in dem Ruf, darinnen er berufen ist“, übersetzte anderthalb Jahrhunderte nach dieser Erzählung vom „Meier Helmbrecht“ Martin Luther Kapitel 7, Vers 20 des 1. Korintherbriefs. > mehr


25.11.2018 - THEOLOGIE

Der Kirchenvater des 19. Jahrhunderts

Vor 250 Jahren wurde der Theologe Friedrich Schleiermacher geboren

Es gibt Menschen, die durch ihren Namen fürs Leben gestraft sind. Und wenn sie dann noch einen Beruf ergreifen, der sich – einige Böswilligkeit vorausgesetzt – mit diesem Namen in Verbindung bringen lässt … Bereits zu Lebzeiten des Pfarrers Friedrich Schleiermacher wurde sein Nachname bei den Spöttern zum Synonym für den Theologenstand insgesamt. „Der nackten Wahrheit Schleier machen, ist kluger Theologen Amt“, reimte der Schriftsteller August Wilhelm Schlegel, „und Schleiermacher sind bei so bewandten Sachen die Meister der Dogmatik insgesamt.“ Hinter dem Scherz verbarg sich ein ernsthaftes Problem. Die Frage, inwieweit Menschen imstande sind, die Wahrheit sozusagen „nackt“ zu erfassen, stand im Mittelpunkt der philosophischen Diskussionen um 1800. Zwei Jahrzehnte zuvor hatte Immanuel Kant in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ eine Unterscheidung von „Ding an sich“ und „Erscheinung“ eingeführt. Erscheinung war im Sinne Kants nicht etwa Schein, sondern die durchaus reale Art und Weise, wie die Dinge unseren Sinnen „erscheinen“. > mehr


18.11.2018 - RELIGIONSPHILOSOPHIE

"Das Unabgegoltene in den religiösen Menschheitsüberlieferungen"

Zweieinhalb Jahrtausende Religionsphilosophie und -kritik

Für Deutschland sei „die Kritik der Religion im Wesentlichen beendigt“, schrieb Karl Marx 1843 in den „Deutsch-Französischen Jahrbüchern“. Ludwig Feuerbach habe in seinem Buch über das „Wesen des Christentums“ zwei Jahre zuvor gezeigt, dass der Mensch die Religion „macht“, nicht die Religion den Menschen. Die Aufgabe einer zukünftigen Philosophie sah Marx nun nicht in einer Fortsetzung der Religionsphilosophie und Religionskritik, sondern in einer Analyse des „wirklichen Elends“ – und dann in der Ausarbeitung einer Theorie gesellschaftlicher Emanzipation. In dem umfangreichen Handbuch mit Interpretationen zu 80 „klassischen“ Texten der „Religionsphilosophie und Religionskritik“, das der Philosoph Michael Kühnlein von der Universität Frankfurt am Main jetzt herausgegeben hat, belegen Feuerbach und Marx in der chronologischen Anordnung gerademal die Plätze 27 und 29. Offenbar war das Thema für die Philosophen der folgenden Generationen keineswegs „beendet“. > mehr


06.11.2018 - MUSIKTHEATER

Die Musik, die die Engel vor Gottes Thron spielen

Vor 150 Jahren starb Gioacchino Rossini

„Napoleon ist tot“, schrieb der französische Romancier Stendhal 1824, „aber schon hat sich ein neuer Eroberer der Welt gezeigt, und von Moskau bis Neapel, von London bis Wien, von Paris bis Kalkutta ist sein Name in aller Munde.“ Bevor wir ins Grübeln geraten, welcher Eroberer gemeint sein könnte, schließlich gehörten die Jahre nach dem Sturz Napoleons zu den friedlichsten Epochen der europäischen Geschichte – Stendhal sprach nicht von Politik, sondern von der Oper. Der „Eroberer“ war Gioacchino Rossini, und die militärische Metapher trifft schon das Richtige. Es war das erste und blieb das letzte Mal, dass ein einzelner Komponist das Musiktheater Europas derart absolut beherrschte. Ein halbes Jahrhundert später mussten sich Richard Wagner und Giuseppe Verdi ihre „Herrschaft“ miteinander und noch mit einem dritten, Jacques Offenbach, teilen. > mehr


31.10.2018 - DEUTSCHE LITERATUR

Überaus lustig und männiglich nützlich zu lesen

1668 erschien der "Abenteuerliche Simplicissimus"

„German Schleifheim von Sulsfort“? Von einem Schriftsteller dieses Namens haben Sie vermutlich noch niemals etwas gehört. Aber gelesen haben Sie von ihm vielleicht doch etwas, wenn schon nicht im Original, dann gekürzt, vielleicht sogar als Jugendbuch bearbeitet: seine „Beschreibung des Lebens eines seltsamen Vaganten, genannt Melchior Sternfels von Fuchshaim“. Der Roman erschien Ende 1668, vor 350 Jahren, und wurde gleich zur Sensation auf dem Büchermarkt. Der Verfasser, mit Klarnamen Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, ist der erste Schriftsteller der neueren deutschen Literatur, dessen Erfolg beim Publikum sich bis heute gehalten hat. „Der abenteuerliche Simplicissimus, teutsch, das ist: die Beschreibung des Lebens eines seltsamen Vaganten“ – usw. usw., wie damals üblich, gaben Autor und Verleger dem Buch einen voluminösen Titel. Der Beiname „Simplicissimus“ sollte dem Leser gleich zu Beginn andeuten, dass er es mit einem „simplen“ Helden zu tun bekommen würde, einem zunächst unwissenden und unschuldigen Jungen, der ganz allmählich in seine Welt hineinwächst. > mehr


25.10.2018 - IDEENGESCHICHTE

Durch das Nadelöhr von Reflexion und Einbildungskraft

Jena um 1800 - der andere Teil der Weimarer Klassik

Als Ende 1918, Anfang 1919 eine verfassunggebende Nationalversammlung des Deutschen Reiches vorbereitet wurde, war vor allem der Tagungsort zu klären. Die Reichshauptstadt Berlin kam nicht in Frage. Dort wurden Unruhen befürchtet, und außerdem: Die neue Republik sollte nicht von vornherein mit dem Schatten des untergegangenen Hohenzollernreiches belastet werden. Als Alternative wurde Nürnberg erörtert, die steingewordene Verkörperung des deutschen Mittelalters. Und Bayreuth: In der Stadt mit dem Erbe Richard Wagners konnten sich auch jene wiederfinden, die der Republik zunächst ablehnend gegenüberstanden. Auch Jena wurde diskutiert, die Universitätsstadt, in der um 1800 zeitweise Schiller und die Brüder Schlegel und Novalis, Fichte und Schelling und Hegel gelebt hatten. Am Ende fiel die Entscheidung für Weimar: Die Stadt der „Dichterfürsten“ Goethe und Schiller überstrahlte alles, auch das nahe gelegene Jena mit seiner Universität. > mehr

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