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29. 05.2020 - KULTURGESCHICHTE

Liebesvogel und Friedenssymbol

Aus der Kultur- und Symbolgeschichte der Taube

Friedlich wie die Tauben? Das muss nicht so sein, versichern uns die Verhaltensforscher. Gerade Tauben seien untereinander oft sehr angriffslustig, im Unterschied übrigens zu den als aggressiv verschrienen Falken. Durch biologische Fakten zwingend vorgegeben ist das Friedenssymbol der Taube, wie es uns heute so selbstverständlich erscheint, eben keineswegs. Völlig willkürlich aber wohl auch nicht. Vom Standpunkt des Beobachters her können Tauben sehr wohl als besonders "friedlich“ erscheinen: Sie ernähren sich in der Hauptsache vegetarisch, sind keine "Raubvögel“; ihr Schnabel ist nicht vom Blut anderer Tiere befleckt. Die Symbolgeschichte, die 1949 mit Pablo Picassos Lithographie der Friedenstaube für den Pariser Weltfriedenskongress ihren Höhepunkt fand, beginnt mit der biblischen Sintfluterzählung. Von "Frieden“, in einem politischen Sinn, ist darin freilich nicht die Rede, eher von Sicherheit, nämlich von Sicherheit gegen eine Natur, die als Gottes Strafinstrument aufgefasst wird. > mehr

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23.05.2020 - TIMBROLOGIE

Was die Staaten zur Schau tragen wollen

Geschichtskultur und Politik über Briefmarken

1980 wollte die Deutsche Bundespost die Einführung des Weinbaus hierzulande würdigen. Die drei Bilder auf der 50-Pfennig-Briefmarke zeigten die Arbeit im Weinberg, in der Kelter und im Keller. „Zwei Jahrtausende Weinbau in Mitteleuropa“ besagte die Aufschrift. „Zwei Jahrtausende“ – das würde etwa 20 v. Chr. bedeuten, ein Vierteljahrhundert, nachdem Caesars Truppen die Gebiete an Rhein und Mosel erreicht hatten. Dass die ersten römischen Siedler gleich damit begannen, Wein anzubauen, ist aber ganz unwahrscheinlich, meint der Mittelalter-Historiker Achim Thomas Hack von der Universität Jena im neu erschienen Sammelband zur Kulturgeschichte der deutschen Briefmarke. Sicherlich wurde der Rebensaft einige Jahrzehnte lang noch aus dem Süden importiert. Mit dem großen Jubiläum hätte man, streng genommen, also noch eine Weile warten müssen. Ein bisschen zu spät kam dagegen 1998 die Briefmarke „Über 1.100 Jahre Hopfenanbau in Deutschland“. > mehr


18.05.2020 - PHILOSOPHIE

Passt nicht auf weite Teile der Welt

Die Säkularisierung im Abendland - und die Schwierigkeiten eines Exports

Nach dem 11. September 2001 befragte die Regierung der USA die RAND Corporation, wie potentiell terroristischen Strömungen im Islam entgegenzuwirken sei. Die Forscher des Think Tanks betonten in ihrer Antwort, problematischer als die Gewaltbereitschaft einzelner extremistischer Gruppen sei das Verhältnis vieler Muslime zu ihrer religiösen Tradition. Anders als im Christentum habe es im Islam bislang so etwas wie Reformation und Aufklärung nicht gegeben. Die „natürlichen Verbündeten“ des „Westens“ seien deshalb jene Muslime, die sich für eine „liberale“ Interpretation des Islams geöffnet hätten. Gedanken, die in Nordamerika und Europa viel Zustimmung fanden. In Teilen der islamischen Welt dagegen, berichtet die Anthropologin Saba Mahmood von der University of California, Berkeley, in ihrem Beitrag zum neu erschienenen Sammelband zum Thema „Säkularisierung“, wurden sie als herabwürdigende Pädagogik wahrgenommen, als „paternalistischer Gestus“. > mehr


13.05.2020 - MALEREI

Was nach dem Goldgrund kam

Sechs Jahrhunderte Welt- und Naturbilder in der Malerei

Links im Bild sitzt mit gefalteten Händen der Kanzler des Herzogtums Burgund, Nicolas Rolin. Der Blick des mächtigen Staatsmanns wirkt seltsam abwesend. Vielleicht, meinen die Kunsthistoriker, weil er die Madonna mit Kind, die vor ihm thront, nicht mit seinen irdischen Augen „sieht“; sie erscheint vielmehr seiner inneren Vorstellungskraft. Im Hintergrund, durch eine Säulenreihe hindurch, ist dagegen eine sehr real wirkende Flusslandschaft zu sehen. Drei Generationen vor dieser „Madonna des Kanzlers Rolin“, die der flämische Maler Jan van Eyck um 1435 schuf, wäre eine solche Landschaft noch unvorstellbar gewesen. Heiligenbilder hatten einen Goldgrund, der das göttliche Licht vertrat. Es weist auf einen Wandel im Verhältnis zur sinnlich wahrnehmbaren Welt hin, erklärt die Münchner Kunsthistorikerin Barbara Eschenburg in ihrer Studie über „Naturbilder – Weltbilder“, dass dieses Gold nach und nach durch die Landschaftsmalerei abgelöst wurde. In van Eycks gelbgolden glänzenden Himmel wirkt der alte Goldgrund noch nach. > mehr


08.08.2020 - DEUTSCHE LITERATUR

So wahr ich lüge!

Vor 300 Jahren wurde Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, der Lügenbaron, geboren

Alles begann mit „Jägerlatein“. Im Alter von gerade einmal 17 Jahren hatte es den Freiherrn Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen ins Zarenreich verschlagen. Dort nahm er an Russlands Kriegen gegen die Osmanen und gegen Schweden teil. In Ruhepausen ging er gemeinsam mit einem Freund, dem wenige Jahre älteren baltischen Landadligen Georg Gustav von Dunten, auf dessen Gut im heutigen Lettland der Entenjagd nach. Und selbstverständlich wurde nach der Jagd in geselliger Runde geflunkert, was das Zeug hielt. Der junge Münchhausen muss ein wahrhaft begnadeter „Jägerlateiner“ gewesen sein. Am 11. Mai 1720, vor nunmehr 300 Jahren, war der „Lügenbaron“ in Bodenwerder bei Holzminden geboren worden. Nachdem er 1750 seinen Abschied aus der russischen Armee genommen hatte und in die Heimat zurückgekehrt war, widmete er sich der Verwaltung seines ererbten Landgutes. Und seinen Passionen, also der Jagd und dem Erzählen unglaublicher Geschichten. > mehr


05.05.2020 - LINGUISTIK

Haare auf den Zähnen und ein Brett vorm Kopf

Redewendungen rund um den menschlichen Körper

Warum haben manche Menschen eigentlich „Haare auf den Zähnen“? In Schillers „Räubern“ vor fast 240 Jahren war noch vom „Haar auf der Zunge“ die Rede. Aber ob nun auf der Zunge oder auf den Zähnen – jedenfalls an einer Körperstelle, wo keine Haare wachsen. Der Ursprung der Wendung, meint der Autor Rolf-Bernhard Essig, der bereits mehrere Bücher über Sprichwörter und Redensarten veröffentlicht hat, liegt im Umstand, dass Männern mit der Pubertät überall oder fast überall am Körper Haare wachsen, Frauen dagegen nicht. Aufgrund der früher üblichen Aufgabenteilung, dass Männer und nur Männer für den Kampf zuständig waren, wurden Haare mit Mut assoziiert. Und Haare an Stellen, wo sie eigentlich nicht wachsen, mit ungehöriger Streitlust, vor allem bei Frauen. Essig hat in seinem neuen Buch etwa 500 Redewendungen rund um den menschlichen Körper unter die Lupe genommen, „von Kopf bis Fuß“. > mehr


01.05.2020 - ALTE GESCHICHTE

Ein Opfer des eigenen Erfolgs - und einer Laune der Umwelt

Klimawandel und Seuchen beim Untergang Roms

Wäre die deutsche Übersetzung von Kyle Harpers Studie zur Spätantike ein paar Wochen später konzipiert worden – auf dem Einband wäre vielleicht eine etwas andere Formulierung zu lesen. „Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches“ lautet jetzt der Untertitel. Im englischen Original, das 2017 herauskam, ist nicht nur von „climate“, sondern auch von „disease“ die Rede. Warum auch immer – die Übersetzer haben, kurz vor dem Ausbruch von Corona, die „Krankheiten“ wegfallen lassen. Der Untergang des Römischen Reiches gehört seit zweieinhalb Jahrhunderten zu den meistdiskutierten Fragen der historischen Wissenschaft. Mittlerweile soll es dazu mehr als 200 Theorien geben. „Manche halten der Prüfung besser stand als andere“, konstatiert der Altertumswissenschaftler Kyle Harper von der University of Oklahoma. Harper arbeitet in seiner Studie die Bedeutung zweier „natürlicher“ Faktoren heraus: erstens des Klimas, zweitens der Pandemien. > mehr


26.04.2020 - DEUTSCHE GESCHICHTE

Keine Sizilianisierung Deutschlands

Vor 800 Jahre wurde die Föderalisierung Deutschlands erstmals rechtlich festgeschrieben

Im historischen Rückblick betrachtet, war es eine der meist gescholtenen Maßnahmen, die jemals von einem deutschen Staatsoberhaupt getroffen wurden. Als Gegenleistung für die Hilfe, die ihm die geistlichen Fürsten bei der Wahl seines Sohnes Heinrich zum deutschen König gewährt hatten, trat Kaiser Friedrich II. ihnen einige wichtige „Regalien“, also Königsrechte, ab. Für die Zukunft verzichtete er darauf, in den Gebieten der Bischöfe Burgen und Städte zu errichten sowie Münzen und Zölle einzurichten. Die Urteile der Gerichte in diesen Territorien sollten unmittelbar als Reichsrecht gelten. Die „Confoederatio cum principibus ecclestiacis“ die vom 26. April 1220, vor 800 Jahren, gilt heute als wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Föderalismus. Erstmals wurde in dieser Vereinbarung zwischen dem Kaiser und den „Fürsten der Kirche“ ein Eigenrecht der „Landesherren“ gegenüber der kaiserlichen und königlichen Zentralgewalt rechtlich festgeschrieben. > mehr


23.04.2020 - RECHT

Furcht vor der Aufklärung, Furcht um die Aufklärung

Das umkämpfte Menschenrecht der Religionsfreiheit

2006 klagte im kanadischen Québec ein Jugendlicher aus der Gemeinschaft der Sihks gegen die Schulbehörde. Die Schule hatte ihm verbieten wollen, im Unterricht seinen „Kirpan“, den rituellen Dolch seiner Religionsgemeinschaft, mit zu führen. Ein Verstoß gegen die durch Verfassung und Völkerrecht garantierte Religionsfreiheit? Der kanadische Supreme Court gab dem Schüler Recht, verlangte jedoch eine Sicherheitsvorkehrung: Die Waffe müsse in eine Jacke eingenäht werden, dürfe also nicht zugänglich sein. Es liegt im Begriff der Religionsfreiheit, betonen der Philosoph Heiner Bielefeldt von der Universität Erlangen-Nürnberg und Michael Wiener vom UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf in ihrem neuen Buch über dieses „umkämpfte Menschenrecht“, dass der geforderte Pluralismus „über das hinausreicht, was man in liberalen Kreisen gewöhnt ist“. Mit der Folge, dass der Religionsfreiheit „auch von liberaler Seite manchmal Skepsis entgegenschlägt. > mehr

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