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21.10.2020 - LINGUISTIK

Ich will nicht Englisch sprechen!

Was die Welt mit dem Aussterben von Sprachen verliert

„Me ne vidn cewsel Sawznek!“, soll Dolly Pentreath gesagt haben, als sie am 26. Dezember 1777 im Alter von 85 Jahren verstarb, „ich will nicht Englisch sprechen!“ Aufgewachsen war sie mit der Muttersprache Kornisch, einem keltischen Idiom, das bis ins 18. Jahrhundert im äußersten Südwestzipfel Englands, in Cornwall, von Teilen der Bevölkerung gesprochen wurde. Mit zwölf Jahren hatte Pentreath Englisch lernen müssen. Doch sie verweigerte sich der Fremdsprache – als wahrscheinlich letzte Muttersprachlerin des Kornischen. Heute, schätzen die Linguisten, ereignet sich alle paar Wochen irgendwo auf der Welt ein „Sprachentod“. Manche der gut 7.000 Sprachen, die zur Zeit noch „lebendig“ sind, zählen nur noch eine Handvoll Sprecher, da ist das Ende absehbar. Die Duden-Redaktion hat eine Weltreise zu 50 Sprachen zusammengestellt, die demnächst wahrscheinlich „verloren“ gehen oder bereits verloren sind. > mehr

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14.10.2020 - KUNSTGESCHICHTE

Moses verkündet das Bilderverbot - auf einem Bild

Die Konkurrenz zweier Medien seit der Antike

Zwischen zwei sitzenden Männern steht ein Heranwachsender, wahrscheinlich ein Schüler, der gerade geprüft wird. Der Mann vor ihm hält eine Schriftrolle in der Hand, die griechischen Buchstaben darauf sind deutlich zu lesen, übersetzt bedeuten sie: „Singen will ich, oh Muse, vom fließenden Strome Skamander.“ Ein Vers aus einer Dichtung, lässt sich vermuten, der Name „Skamander“ deutet auf die Geschichten rund um den Trojanischen Krieg. Der Schüler rezitiert, sein Lehrer liest mit und korrigiert ihn, wenn nötig. Leider, berichtet der Literaturwissenschaftler Werner Sollers von der Harvard University in seinem essayistischen Durchgang durch die Geschichte der Konkurrenz von Bild und Schrift in der Kunst, blieben bislang alle Versuche erfolglos, diesen Vers, den der attische Vasenmaler Duris um 480 v. Chr. auf einer Trinkschale angebracht hat, in der griechischen Literatur wiederzufinden. > mehr


07.10.2020 - LINGUISTIK

Von der Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung zum Meuchelpuffer

Kurioses in der deutschen Sprache

„Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.“ Bevor Sie jetzt fragen, was das bedeuten soll: Es handelt sich um ein sogenanntes „Pangramm“, einen Satz, der sämtliche Buchstaben enthält, die in der deutschen Sprache vorkommen. Eine sinnvolle Aussage darf man da nicht erwarten. Leider bleibt auch der Ehrgeiz, jeden Buchstaben nur ein einziges Mal zu verwenden, unerfüllt: Wörter ohne mindestens einen Vokal gibt es im Deutschen nicht. Die Duden-Redaktion hat ein „kleines Kuriositätenkabinett“ der deutschen Sprache herausgebracht. Da finden sich Spielereien wie etwa jene Pangramme oder auch die „Palindrome“, also Sätze, die vorwärts und rückwärts gelesen denselben Wortlaut ergeben. Wenn jetzt jemandem der bekannteste deutschen Palindromsatz einfällt, der mit dem N-Wort und der Gazelle im Regen – die Redaktion hat ihn durch ein anderes Beispiel ersetzt: „Nie, Knabe, nie, grub Nero neben Orenburg eine Bank ein.“ > mehr


30.09.2020 - ALTE GESCHICHTE

Keines Mannes Sklaven sind sie, keinem Menschen untertan

Vor 2.500 Jahren fand die Seeschlacht von Salamis statt

Königinmutter Atossa ist beunruhigt. Im Traum hat sie gesehen, wie ihr Sohn Xerxes, der sich gerade auf einem Kriegszug gegen Griechenland befindet, vom Streitwagen stürzt. Sie befragt ihren Hofstaat nach diesem kleinen Volk am Rande des Perserreiches, das sich dem Herrschaftsanspruch des Großkönigs so hartnäckig widersetzt. Vor allem nach der Stadt Athen, die offenbar das Zentrum des Widerstands bildet: „Wer ist ihr Gebieter und beherrschet Volk und Heer?“ In der Antwort formulierte der Dichter Aischylos, der acht Jahre nach der Schlacht von Salamis sein Tragödie „Die Perser“ auf die Bühne brachte, voller Stolz das, was er als die Einzigartigkeit der Griechen und insbesondere der Athener in der damaligen Welt ansah: „Keines Mannes Sklaven sind sie, keinem Menschen untertan.“ Atossa fragt ungläubig nach, ob so etwas überhaupt möglich sei: „Wie vermögen dann sie Fremden, die sich als Feinde nah‘n, zu widersteh‘n?“ > mehr


25.09.2020 - GESCHICHTE

Von wegen nur undurchdringliche Wälder

Eine archäologische Bestandsaufnahme zum alten Germanien

In den Wäldern Germaniens, östlich des Rheins, berichtete Caesar im Buch über den „Gallischen Krieg“ seinen Lesern in der Hauptstadt Rom, würden viele Tiere leben, „die man sonst nirgendwo antrifft“. Darunter die Elche, von denen Caesar behauptete, ihre Beine hätten keine Knöchel und keine Gelenke. Und dann „ein großes Tier, das mit einem Hirsch viel Ähnlichkeit hat. Mitten auf seiner Stirn hat es zwischen den Ohren nur ein einziges Horn“, „an dessen Ende breiten sich handförmig Verzweigungen aus“. Offenbar hatte Caesar, entgegen seinen Bekundungen, von der Tierwelt Germaniens keine nähere Kenntnis. Aber wenn seine Ausführungen über Elche und Einhörner, fragt der Wiener Historiker Reinhard Wolters, derart von Phantasie geprägt sind – kann sich der moderne Leser dann auf seine sonstigen Angaben über die Länder und Völker rechts des Rheins verlassen? Der Mangel an Kenntnissen ist nicht einmal der einzige Punkt, der zur Glaubwürdigkeit der antiken Quellen über das alte Germanien Fragen aufwirft. > mehr


22.09.2020 - RELIGION

Ich konnte fühlen, wie der Geist in mich eindrang

Der Ethnologe Hans Peter Duerr über den Ursprung der Religion

„Ich hatte große Angst“, zitiert der Heidelberger Ethnologe Hans Peter Duerr in seinem neuen Buch „Über den Ursprung der Religion“ aus dem Bericht einer Amerikanerin, die eines Nachts am Fußende ihres Betts undeutlich ein Etwas stehen sah. „Ich konnte mich nicht bewegen, es war, wie wenn ich keine Arme und Beine hätte. Und dann gab ich den Kampf auf, denn mir blieb die Luft weg.“ Den Fortgang der Geschichte, der an dieser Stelle ausgespart ist, kann man sich aus einer Schilderung des Dominikanermönchs Thomas von Cantimpré zusammenreimen, der im 13. Jahrhundert als Naturforscher arbeitete. Aus Furcht vor Dämonen bat eine Ordensfrau einen Mönch, die Nacht bei ihr in der Zelle zu verbringen. Tatsächlich erschien das teuflische Wesen und machte sich über die Schwester her, während der Bruder ihn mit aller Kraft abzuhalten versuchte. Doch der Dämon war stärker, er vergewaltigte die Nonne in Gegenwart des Mönchs. Eben in solchen Erlebnissen und Vorstellungen vermutet Duerr, wie er bereits im Untertitel andeutet, den „Ursprung der Religion“ > mehr


17.09.2020 - KUNST

Die einen nennen es Decadence, die anderen Symbolismus

Alte Nationalgalerie Berlin zeigt belgische Kunst um 1900

„Passé – futur“ wählte der belgische Maler Fernand Khnopff zur Inschrift über dem Eingang, als er sich zwischen 1899 und 1901 in Brüssel eine Villa mit Atelier erbaute. „Passé – futur“: Die Gegenwart kam nur als flüchtiger Moment in Betracht, zwischen einem „Nicht mehr“ und einem „Noch nicht“, zwischen wehmütiger Erinnerung an die Vergangenheit und Bangen vor einer ungewissen Zukunft. Der Soziologe Edward Spencer hatte der Epoche die ihr gemäße Philosophie mit dem Slogan „survival of the fittest“ geboten. Doch viele Intellektuelle der Epoche wandten sich von solcher Zukunftsgewissheit bereits wieder ab. Die Alte Nationalgalerie in Berlin zeigt jetzt eine opulente Ausstellung mit Kunst des Fin de siècle, gruppiert um jene Künstler, die im Rückblick als „belgischer Symbolismus“ zusammengefasst werden wie Félicien Rops, James Ensor, George Minne, Jean Delville oder Léon Spilliaert und eben Fernand Khnopff. Der Großteil der Bilder kommt aus belgischen Museen. Die Berliner Nationalgalerie selbst konnte eine Reihe von Werken europäischer Zeitgenossen beisteuern. > mehr


11.09.2020 - MUSIK

Als die Musik sich vom Gottesdienst emanzipierte und selbst "heilig" wurde

Jan Assmann ueber Beethovens Missa solemnis

Als Ludwig van Beethoven, berichtet der Heidelberger Ägyptologe und Kulturwissenschaftler Jan Assmann in seinem neuen Buch, sich im Frühjahr 1819 entschloss, eine Komposition der Messe in Angriff zu nehmen, befasste er sich zunächst mit dem Text. Mit Hilfe eines Wörterbuchs erstellte er sich eine eigene Übersetzung. Dabei waren die Worte Beethoven doch seit Jugendtagen vertraut. Als Organist am kurfürstlichen Hof in Bonn hatte er die Messfeier hunderte Male an der Orgel begleitet. Er kannte die Kompositionen von Bach, Mozart, Haydn und Cherubini, hatte selbst zwölf Jahre zuvor bereits einmal eine Messe für den Fürsten Esterházy vertont. Aber die alte Vertrautheit genügte Beethoven nun nicht. Vor allem mit Teilen des „Credo“, meint Assmann, scheint der Komponist sich schwer getan zu haben. Er verstand den Wortlaut, fand zu einigen Aussagen jedoch kein persönliches Verhältnis. Im Vorfeld von Beethovens 250. Geburtstag hat Assmann eine neue Deutung von Beethovens „Missa solemnis“ vorgelegt, die der Komponist selbst einmal für sein „größtes Werk“ erklärte. > mehr


03.09.2020 - POLITISCHE KULTUR

Geächtete Angebote der Sinn- und Heilssuche

Verschwörungserzählungen - zwischen Ideologiekritik und Wissenssoziologie

Hand auf‘s Herz: Beinhaltet der Gründungsmythos der Schweiz eine „Verschwörungstheorie“? Von außen betrachtet, meint der Basler Kulturwissenschaftler Sebastian Dümling in dem neu erschienen Sammelband über „Verschwörungserzählungen“, war die Versammlung auf dem Rütli wohl in der Tat ein „illegitimes Verschwörerkollektiv“. Die Beteiligten selbst sahen in ihr eine „legitime Schwurgemeinde“, die sich gegen eine illegitime Herrschaft auflehnte. Statt von Verschwörungstheorien spricht der Sammelband, den die Germanistin Brigitte Frizzoni von der Universität Zürich jetzt aus den Vorträgen bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vor zwei Jahren zusammengestellt hat, lieber von „Verschwörungserzählungen“. Der ungewohnte Ausdruck versucht, das abwertende „Framing“, das solche Theorien von vornherein nur als Aufgabe für die Ideologiekritik gelten lässt, nach Möglichkeit zu reduzieren. Die Frage nach dem Recht oder Unrecht von Verschwörungen, nach der Wahrheit oder Unwahrheit in Verschwörungstheorien, die oft ja auch von der Position des Betrachters abhängt, tritt in dieser „wissenssoziologischen“ Perspektive zunächst einmal in den Hintergrund. > mehr

 


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