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09.07.2020 - RECHT

Globale Freizügigkeit vs. kollektive Assoziationsfreiheit

Rechtliche und ethische Fragen rund um Migration und Asyl

Als Zar Alexander II. in den 1860er Jahren einen Anlauf zur Modernisierung seines Reiches nahm, war es eine seiner Maßnahmen, dass er einem Großteil der Juden, nämlich jenen mit gehobenem Einkommen oder höherer Bildung, das Recht auf Freizügigkeit gewährte. Diese vorsichtige Liberalisierung währte allerdings nicht lange. Nachdem Alexander 1881 einem Attentat zum Opfer gefallen war, hob sein Nachfolger viele der Reformen wieder auf, darunter auch die partielle Gleichberechtigung der Juden. In den folgenden Jahren, berichtet der Rechtswissenschaftler Paul Tiedemann von der Universität Gießen, entschlossen sich Zehntausende von Juden, aus dem Zarenreich in die USA auszuwandern. In der Regel über England, wo sich viele dann auch niederließen, etwa weil sie die Mittel für die Weiterreise nicht aufbringen konnten. Der „Aliens Act“, den das britische Parlament 1905 beschloss, gilt heute als Beginn der modernen Gesetzgebung zum Thema „Migration“ und „Asyl“. > mehr

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03.07.2020 - LITERATURGESCHICHTE

Satire ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht

Zu Theorie und Geschichte einer literarischen Form

Wissen Sie, was im wilhelminischen Kaiserreich ein „Sitzredakteur“ war? 1874 hatte das „Reichspressgesetz“ die Zensur aufgehoben. Um bei Gesetzesverstößen jemanden zur Verantwortung ziehen zu können, wurden alle Herausgeber „periodischer Druckschriften“ dazu verpflichtet, im Impressum einen „verantwortlichen Redakteur“ zu nennen. Eine gefährliche Stellung – weit über die Tatbestände wie Beleidigung oder Volksverhetzung hinaus, die auch heute der Pressefreiheit Schranken setzen, nahmen Behörden und Gerichte damals vor allem das Delikt der Majestätsbeleidigung oft als gegeben an. Das brachte die Redaktionen immer wieder in die Lage, dass sie eine Weile ohne ihre wichtigsten Autoren auskommen mussten. Bei einigen Zeitungen griff man deshalb zu dem Trick, irgendjemanden bloß dafür zu bezahlen, dass er die Strafe „absaß“. Die Mächtigen zu kritisieren, ist gefährlich. Dass diese Gefahr in den europäischen Staaten nach und nach zurückgedrängt wurde, gehört zu den zivilisatorischen Errungenschaften der Moderne. > mehr


29.06.2020 - LITERATURGESCHICHTE

Mit einer Hoffnung auf ein kommendes Wort im Herzen

Paul Celan und Martin Heidegger in Todtnauberg

Martin Heideggers Ehefrau Elfriede hatte das Grundstück beim Dorf Todtnauberg im Hochschwarzwald gekauft und mit einer Hütte bebauen lassen. Dort schrieb der Philosoph seit den 1920er Jahren viele seiner Bücher und empfing Besucher, von seinen Schülern wie dem Philosophen Hans-Georg Gadamer über den Physiker Werner Heisenberg bis zu „Spiegel“-Herausgeber Rudolf Augstein. Natürlich führte er auch ein Gästebuch. Mit dem Datum vom 25. Juli 1967 ist darin zu lesen: „Im Hüttenbuch, mit dem Blick auf den Brunnenstern, mit einer Hoffnung auf ein kommendes Wort im Herzen, Paul Celan.“ Worum es sich bei dem erhofften „Wort“ handelte, kann nicht zweifelhaft sein. Celan stammte aus einer deutschsprachigen jüdischen Familie in der Bukowina. Seine Eltern waren in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager ums Leben gekommen. Er wollte verstehen, warum Heidegger sich 1933 als Rektor der Universität Freiburg für Hitler begeistert hatte – und wie er nun dazu stand. > mehr


24.06.2020 - GESCHICHTE

Nehmt davon, was ihr mögt

Vor 500 Jahren erfuhr die spanische Eroberung der Neuen Welt in der Noche trista ihren grossen Rückschlag

„Das Metall lag in glänzenden Haufen zerstreut am Boden und reizte die Habgier der Soldaten. ‚Nehmt davon, was ihr mögt‘, sagte Cortés zu seinen Leuten. ‚Es ist besser, dass ihr es habt, als die mexikanischen Hunde.‘ ‚Aber gebt acht, dass ihr euch nicht überladet. Wer in der finsteren Nacht am leichtesten reist, der reist am sichersten.‘“ So in etwa, meinte der amerikanische Historiker William Prescott, als er 1843 seine Erzählung von der „Eroberung Mexikos“ vorlegte, müsste Hernán Cortés am Abend des 30. Juni 1520 zu seinen Soldaten gesprochen haben. Der Ausbruch aus der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán, den das spanische Heer in den folgenden Stunden unternahm, endete in einer Katastrophe. Von den mehr als 1.300 Mann entkamen nur 425. Ebenso fanden die meisten der 2.000 tlaxcaltekischen Krieger, die das Heer begleitet hatten, den Tod. Wer nicht in den Kämpfen fiel, wurde am folgenden Tag den aztekischen Göttern geopfert. > mehr


19.06.2020 - BIOLOGIE

Musik und Tanz, Farben und Düfte

Aus der Naturgeschichte der Verführung

„Wer möchte glauben“, erregte sich 1737 der Professor der Botanik in Sankt Petersburg, Johann Georg Siebesbeck, „dass von Gott solche verabscheuungswürdige Unzucht im Reiche der Pflanzen eingerichtet worden ist? Wer könnte solch unkeusches System der akademischen Jugend darlegen, ohne Anstoß zu erregen?“ Den Stein des Anstoßes gab ein grundsolides naturwissenschaftliches Projekt. Der schwedische Biologe Carl von Linné hatte bei Hunderten und Aberhunderten von Pflanzen die Staubblätter und Fruchtknoten, Blüten- und Kelchblätter gezählt und klassifiziert, um sie dann in ein „System“ von Gattungen und Arten zu bringen. Aber Linné ließ keinen Zweifel, was er da zählte, waren die Geschlechtsorgane der Pflanzen. Ein bisschen „Romantik“, erzählt der Pflanzenbiologe Claude Gudin in seiner „Kleinen Naturgeschichte der Verführung“, die fast zwei Jahrzehnte nach dem französischen Original jetzt in deutscher Übersetzung erschienen ist, brachte Linné aber doch in sein System hinein. > mehr


14.06.2020 - GESCHICHTSKULTUR

Die Geschichte reparieren

Das moralische Bewusstsein der Gegenwart und die Denkmäler der Vergangenheit

„Schatte, du sollst verhört werden, du sollst Rechenschaft ablegen über dein Leben unter den Menschen, ob du ihnen genützt, ob du ihnen geschadet hast.“ Der Fürsprecher allerdings, den der Schatten des römischen Feldherrn in Bertolt Brechts Oper „Die Verurteilung des Lukullus“ anruft, der „große Alexander von Makedonien“, „ist unbekannt in den Gefilden der Seligen“. Die Geschlagenen seiner Kriege berichten von Tod und Zerstörung. Nicht einmal bei seinen Soldaten findet er Unterstützung: Während er Gold erbeutete, fanden sie den Tod. Die römischen Mütter beklagen den Verlust ihrer Söhne, auch Käse und Thunfisch wurden nicht billiger. Nur Lukulls Koch und ein Bauer finden gute Worte: Der Feldherr wusste die kulinarische Kunst zu würdigen, und er brachte den Kirschbaum nach Italien. Am Ende heißt es: „Ins Nichts mit ihm und ins Nichts mit Allen wie er!“ Brecht formulierte in seinem Hörspiel von 1940 und elf Jahre später in seiner Oper mit der Musik von Paul Dessau nicht mehr und nicht weniger als eine Philosophie der Geschichte. Das „Totengericht“ bedeutete das Gericht der Gegenwart über die Vergangenheit der Menschheit. > mehr


09.06.2020 - SOZIOLOGIE

Der Puritaner wollte Berufsmensch sein, wir müssen es sein

Vor 100 Jahren starb Max Weber

Als Max Weber am 14. Juni 1920, vor 100 Jahren, in München verstarb, wusste die Öffentlichkeit kaum etwas von seinem Werk. Spezialisten für das Altertum kannten natürlich seine Arbeiten über die „Römische Agrargeschichte“ und zu den „Sozialen Ursachen des Untergangs der antiken Kultur“. Wirtschafts- und sozialpolitisch engagierte Kollegen wussten seine „Enqueten zu den Land- und Industriearbeitern“ zu schätzen, ökonomisch interessierte seine Broschüre über die Börse. Aufsehen hatten, wenigstens vorübergehend, zwei religionssoziologische Aufsätze von 1904/05 erregt, überschrieben „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“. Viele Gläubige fanden Webers These befremdlich, das Christentum könnte etwas mit der modernen Wirtschaft zu tun haben; Kritiker aus dem Umkreis des Sozialismus wiederum nahmen Anstoß an Webers Blickrichtung, genauer: an seiner Voraussetzung, nicht nur die sozialen Umstände, sondern auch Ideen und Weltbilder könnten auf das Leben der Menschen Einfluss nehmen und womöglich gesellschaftlichen Wandel verursachen. > mehr


03.06.2020 - ENGLISCHE LITERATUR

Alpträume - mit Moral und versöhnlichem Ausgang

Vor 150 Jahren verstarb Charles Dickens

Wer weiß, wenn die Übersetzerin Erika Fuchs sich nicht bereits in den 1950er Jahren daran gemacht hätte, Walt Disneys „Duck Tales“ ins Deutsche zu übertragen – vielleicht hieße die reichste Ente der Welt heute nicht Dagobert. Im amerikanischen Original trägt sie den Namen „Scrooge McDuck“ – Scrooge nach dem herzlosen Geizhals bei Charles Dickens, der sich über Weihnachten zu einem gütigen Menschen läutert. Fuchs konnte damals noch nicht davon ausgehen, dass „Scrooge“ durch die alljährliche Fernsehübertragung von Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“ dem deutschsprachigen Publikum etwas sagen würde. Sie wählte stattdessen den Vornamen „Dagobert“. Charles Dickens, der vor 150 Jahren, am 9. Juni 1870, auf seinem Landsitz bei Rochester in der Grafschaft Kent verstarb, ist bis heute einer der beliebtesten englischen Erzähler – kein Wunder, dass sich auch die Disney Company gern aus seinem Werk bediente. > mehr

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