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05.12.2019 - KULTURGESCHICHTE

Fuer Europa mehr kulturelle Bruecken gebaut als andere

Eine Kulturgeschichte Italiens

Italien sei nichts weiter als ein „geographischer Begriff“, erklärte 1847 der österreichische Staatskanzler Clemens von Metternich. Dass gut ein Jahrzehnt später ein italienischer Nationalstaat entstehen würde, vermochte er sich nicht vorzustellen. Dabei war Italien drei oder vier Jahrhunderte zuvor das kulturell führende Land Europas gewesen. Die übrigen Nationen Europas gewannen damals erst ganz allmählich ihr Selbstbewusstsein, indem sie sich gegen Italien abgrenzten. Der Historiker Volker Reinhardt von der Universität Fribourg hat jetzt eine umfassende Kulturgeschichte Italiens vorgelegt, angefangen beim Wiederaufblühen der norditalienischen Städte im 11. Jahrhundert. Reinhardt erinnert daran, wie phantasievoll die Vertreter des Risorgimento im 19. Jahrhundert die unverwechselbare Eigenheit Italiens begründeten. Der Priester Vincenzo Gioberti aus dem Piemont behauptete in seinem Buch über den „moralischen und bürgerlichen Vorrang der Italiener“ nicht mehr und nicht weniger, als dass alle „künstlerischen Errungenschaften, Erfindungen und Fortschritte auf dem Weg zu höherer Humanität“ von Italien ausgegangen seien. > mehr

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30.11.2019 - WIRTSCHAFT

Preis des Überflusses

Eine Geschichte der Wegwerfgesellschaft

Erinnern Sie sich noch? „Ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt!“, sang 1982 die Gruppe „Geier Sturzflug“, „wir steigern das Bruttosozialprodukt!“ „Der Abfalleimer geht schon nicht mehr zu,“ „die Gabentische werden immer bunter, und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder.“ Der Song reflektierte das aufkommende Bewusstsein, dass die Konsum- und Überflussgesellschaft, wie sie sich in West-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt hatte, zugleich eine „Wegwerfgesellschaft“ war. Diesen Begriff prägte 1970 der Publizist Alvin Toffler in seinem Buch „Der Zukunftsschock“. Toffler, erklärt der Technikhistoriker Wolfgang König von der TU Berlin, analysierte die „sich steigernde Vergänglichkeit“ als „das Grundprinzip der Moderne“. König hat eine „Geschichte der Wegwerfgesellschaft“ seit dem 19. Jahrhundert vorgelegt, vom Kugelschreiber bis zum Einwegrasierer, von der Plastiktragetasche bis zum Kleidungsstück, das einmal modisch war, es aber leider nicht mehr ist und nun „weg“ kann. > mehr


24.11.2019 - GESCHICHTE

Aus dem Lehnstuhl in die weite Welt

Eine Geschichte der Entdeckungsreisen

Wenn um 1410 oder 1420 ein Beobachter vom Mars gefragt worden wäre, von welcher Kultur in den folgenden Jahrhunderten die „Entdeckung“ der Meere und Kontinente auf der Erde ausgehen würde – sicherlich hätte er auf China getippt. 1405 war von Nanjing eine kaiserliche Flotte unter Admiral Zheng He ausgelaufen. Bereits auf ihrer ersten Expedition erreichte sie Indien, später auch den Persischen Golf und die Küste Ostafrikas. Doch die Begeisterung in China für solche Entdeckungsreisen hielt sich in Grenzen. „Die konfuzianischen Hofbeamten hielten das Flottenprojekt für Verschwendung“, berichtet der britische Sachbuchautor und Dokumentarfilmer Edward Brooke-Hitching, der vor einigen Jahren mit einem Buch über „Irrtümer und Lügen auf Landkarten“ einen internationalen Erfolg landete, jetzt in seinem neuen Buch zum Thema „Entdeckungsreisen“. „Die riesigen Schiffe waren einfach zu teuer und brachten wenig Ertrag.“ > mehr


18.11.2018 - IDEENGESCHICHTE

Region des Unheils, Wiege der Völker, touristisches Sehnsuchtsziel

Eine Kulturgeschichte des Mythos vom Norden

Das Nordlicht, die „Aura borealis“, sollen die alten Germanen geglaubt haben, sei der Glanz auf den Rüstungen der Walküren, die nach einer Schlacht die gefallenen großen Helden nach Walhall führen würden. „Blutige Wolken wandeln über den Himmel“, heißt es noch in der isländischen „Njalssaga“ aus dem 13. Jahrhundert. „Die Luft ist rot, von Blut getränkt, so schön konnten die Walküren singen.“ Das Nordlicht – eines der Elemente, die den Mythos vom Norden begründeten. Irgendwann in den 1630er Jahren entstand das Schlagwort „Ex septentrione lux“, „aus dem Norden kommt das Licht“. Es war eine Variation des uralten „Ex oriente lux“, das den Sonnenaufgang meinte, und zunächst wohl als Paradox gemeint: Ausgerechnet aus dem Norden kam mit König Gustav Adolf von Schweden die Heilsgestalt, die mit ihrem Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg den deutschen Protestantismus rettete. > mehr


12.11.2019 - KULTURGESCHICHTE

Was ist noch schlank - was schon mager?

Aus der Kulturgeschichte der Personenwaage

Die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern: Noch in den 1970er Jahren standen in allen größeren Bahnhöfen Personenwaagen. Stellte man sich darauf und gab ein paar Groschen ein, warfen sie Kärtchen aus, auf denen das aktuelle Gewicht vermerkt war. Aufschriften wie „Prüfe Dein Gewicht!“ mahnten die Reisenden, über ihren Geschäften oder den anstehenden Urlaubsvergnügungen die Gesundheit und die schlanke Linie nicht zu vergessen – der zunehmende Wohlstand hatte eben auch eine Fresswelle mit sich gebracht. Seit etwa 1980 sind sie nach und nach aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Inzwischen hatten die meisten Wohnungen ein Badezimmer, zu dem selbstverständlich auch eine kleine Personenwaage gehörte, nun mit Tabelle statt mit Kartenauswurf. Es gab die Personenwaage, berichtet die Soziologin Debora Frommeld, sogar zusammenklappbar – auch unterwegs sollte niemand auf den Komfort, sein Gewicht prüfen zu können, verzichten. > mehr


06.11.2019 - THEOLOGIE

Von der Kultreligion zur Buchreligion - oder zu zwei Buchreligionen

Eine Entstehungsgeschichte der Bibel

Im achtzehnten Jahr seiner Regierung, der biblischen Chronologie zufolge also 623 oder 622 v. Chr., berichtet das 2. Buch der Könige, ließ König Joschija am Tempel in Jerusalem Ausbesserungsarbeiten vornehmen. Der Hohepriester Hilkija teilte ihm dann mit, im „Haus des Herrn“ sei „das Gesetzbuch“ gefunden worden. Als es dem König vorgelesen wurde, zerriss der seine Kleider und klagte laut: „Der Zorn des Herrn muss heftig gegen uns entbrannt sein, weil unsere Väter auf die Worte dieses Buches nicht gehört haben.“ Mit dem „Gesetzbuch“ meinte der Erzähler offenbar einen Kern dessen, was im Judentum heute „Thora“ heißt und im Christentum als die „Fünf Bücher Moses“ bezeichnet wird. Der Alttestamentler Konrad Schmid von der Universität Zürich und der Neutestamentler Jens Schröter von der Berliner Humboldt-Universität haben die verschlungene Geschichte nachgezeichnet, in denen die Texte des Alten und des Neuen Testament entstanden. > mehr


30.10.2019 - KULTURGESCHICHTE

In einem Wald von Smartphones

Selfies und Bildproteste in der modernen Populärkultur

Der Leser meint einen Hauch von Wehmut zu verspüren. „Uns gilt die Kunst nicht mehr als die höchste Weise, in welcher die Wahrheit sich Existenz verschafft“, sagte Georg Wilhelm Friedrich Hegel vor beinahe zwei Jahrhunderten in seinen „Vorlesungen zur Ästhetik“. Unsere Vorstellung sei „von dem sinnlichen Elemente abgerufen und auf die Innerlichkeit des Gemüts und Denkens zurückgeführt“. Hegel liebte die Plastik der alten Griechen, die Malerei der Italiener und der Niederländer. Doch die Logik seines Denkens nötigte ihn, die sinnlich wahrnehmbare Kunst als eine untergeordnete, in der modernen Welt im Grunde bereits vergangene Stufe der Entwicklung des Geistes zu begreifen. Wenn er geahnt hätte, dass gerade in jenen 1820er Jahren, während er an der Berliner Universität seine Vorlesungen abhielt, der Franzose Joseph Nicéphore Niépce die Grundlagen der Fotografie entwickelte … > mehr


24.10.2019 - THEOLOGIE

Um desto mehr dem Aufblühen der Wissenschaften nützlich zu sein

Vor 550 Jahren wurde Erasmus von Rotterdam geboren

Ende des Jahres 1516 erhielt der Theologe und Philologe Erasmus von Rotterdam einen Brief von Georg Spalatin, dem Hofkaplan des Kurfürsten Friedrich von Sachsen. Wenige Monate zuvor war von Erasmus eine kritische Edition des griechischen Urtextes zum Neuen Testament herausgekommen, begleitet von einer eigenen Übersetzung ins Lateinische. Spalatin sprach den berühmten Humanisten mit der gebührenden Ehrerbietung an: „Wir alle verehren Dich aufs Tiefste, der Kurfürst hat alle Deine Werke in seiner Bibliothek, und er beabsichtigt, alles zu kaufen, was Du noch herausgibst.“ Auf diese Huldigung folgte eine ganz vorsichtige Kritik. Ein Augustinermönch, ebenfalls ein großer Bewunderer des Erasmus, Spalatin nannte keinen Namen, habe ihn gebeten, diesem eine Frage vorzulegen. Der Begriff der Rechtfertigung vor Gott sei in Erasmus‘ Erklärung der Paulusbriefe nicht ganz klar geworden – vielleicht deshalb, weil die Lehre von der Erbsünde darin nicht genügend herausgestellt wurde? > mehr


17.10.2019 - POLITISCHE THEORIE

Gleich einem reissenden Fluss, der sich keiner Ordnung unterwerfen kann

Radikale Demokratietheorien seit Macchiavelli

„Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die größtmögliche Quote der Staatsangehörigen Bürger im vollen Sinne sind“, schrieb der Basler Historiker Jacob Burckhardt in seinen „Weltgeschichtlichen Betrachtungen“. In zwei Schweizer Kantonen, Appenzell-Innerrhoden und Glarus, wird heute noch die Gesetzgebung unmittelbar vom Stimmvolk in der sogenannten „Landsgemeinde“ ausgeübt; die Parlamente haben bloß beratende und vorbereitende Aufgaben. In den übrigen Kantonen und auf Bundesebene werden kontroverse Fragen immer wieder in einer Volksabstimmung entschieden. Ist nur die „direkte“ Demokratie im eigentlichen Sinn eine „Demokratie“, eine „Herrschaft des Demos“, des „Volkes“? Der „emanzipatorische und egalitäre Kern der Demokratie“ werde „in den institutionalisierten Formen der Demokratie regelmäßig verfehlt“, schreiben die Herausgeber des neu erschienen Handbuchs zum Thema „Radikale Demokratietheorie“ gleich in der Einleitung. > mehr

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